Kürbispunsch ohne Alkohol ist der heiße Drink für die Halloween-Runde, in der nicht jeder mittrinken will. Apfelsaft trägt das Kürbispüree, Zitrone hält die Süße in Schach, Zimt, Muskat und Nelke geben die Würze, die man von einem Herbstpunsch erwartet. Er steht als einzelne Tasse genauso wie als Kanne neben der Bowle. Wer ihn kalt mag, lässt ihn abkühlen und verlängert ihn mit Ginger Ale.
Und das brauchst du für den Kürbispunsch – alkoholfrei
- 200 mlApfelsaft, naturtrüb
- 40 mlKürbispüree, ungesüßt
- 15 mlZitronensaft, frisch gepresst
- 10 mlAhornsirup
- 1 PriseZimt
- 1 PriseMuskat
- 1kleine Prise gemahlene Nelke
- 1Orangenscheibe zum Garnieren
Darauf kommt es an
Ungesüßtes Kürbispüree ist die Grundlage. Püree aus der Kuchenabteilung ist oft schon mit Zucker und Gewürz versetzt und macht den Punsch klebrig, bevor Zimt und Nelke überhaupt ins Spiel kommen. Wer kein fertiges Püree hat, reibt 80 g Hokkaido fein, kocht ihn fünf Minuten im Apfelsaft und passiert ihn durch ein Sieb. Der Saft soll naturtrüb sein. Klarer Apfelsaft schmeckt dünn und lässt das Kürbisaroma allein stehen.
Die Gewürze kommen erst, wenn der Topf heiß ist, nicht schon beim ersten Erwärmen. Zimt und Nelke werden bitter, sobald der Punsch kocht. 70 °C reichen. Das ist heiß auf der Lippe und dampft leicht, verkocht aber die Frucht nicht. Ein Küchenthermometer ist genauer als Augenmaß. Wer keins hat, nimmt den Topf von der Platte, sobald der erste Dampf aufsteigt, und rührt noch eine Minute.
Zitronensaft ist kein Extra, sondern die Balance. Ohne Säure schmeckt Kürbis nach süßem Gemüse. 15 ml auf 200 ml Saft sind der Punkt, an dem der Punsch rund wird und nicht mehr nach Kompott. Ahornsirup süßt weniger hart als Zucker. Wer den Saft schon süß findet, lässt den Sirup weg und schmeckt erst die fertige Tasse ab.
So setzt du eine Kanne an
Für sechs Tassen nimmst du die Menge sechsfach. Ein Liter Apfelsaft, 240 ml Püree, 90 ml Zitronensaft, 60 ml Ahornsirup und die Gewürze nach Geschmack, eher knapp als großzügig. Die Kanne hält auf kleinster Stufe etwa eine Stunde. Vor jedem Ausschenken einmal durchrühren, das Püree setzt sich am Boden ab. Steht die Kanne länger, wird die Nelke dominant. Dann lieber neu ansetzen als die alte Kanne mit Wasser strecken.
Für eine kalte Variante die Mischung abkühlen lassen, über Eis in ein Longdrinkglas geben und mit 40 ml Ginger Ale auffüllen. Ginger Ale erst im Glas, nicht in der Kanne, sonst ist die Kohlensäure weg, bevor die erste Runde durch ist. Die kalte Fassung passt, wenn die Party schon warm ist und niemand mehr etwas Heißes will.
Häufige Fragen
Schmeckt der Punsch nach Gemüse?
Nur wenn das Püree zu viel ist oder der Topf kocht. 40 ml auf 200 ml Saft bleiben fruchtig. Die Gewürze decken die erdige Note, die Zitrone schneidet sie. Wer den Kürbis deutlicher will, geht auf 50 ml Püree und gibt 5 ml Zitronensaft dazu.
Welches Glas?
Eine vorgewärmte Tasse. Kaltes Glas zieht die Temperatur in einer Minute runter, und der Punsch schmeckt dann flach. Die Tasse mit heißem Wasser spülen, ausgießen, dann einschenken. Eine Orangenscheibe auf den Rand reicht. Sahne oder Marshmallows machen daraus ein Dessert, keinen Punsch.
Hält sich der Rest?
Abgekühlt und abgedeckt im Kühlschrank zwei Tage. Vor dem erneuten Erwärmen durchrühren und nicht kochen. Die Gewürze werden beim zweiten Erhitzen stärker. Wer das nicht mag, fischt sie nicht heraus, sondern setzt die zweite Portion mit der Hälfte der Nelke neu an und mischt den Rest unter.





