Der Oaxaca Old Fashioned ist ein moderner Whisky-Cocktail, der die rauchige Tiefe von Mezcal mit der weichen Süße eines Reposado Tequila verbindet. Statt Bourbon oder Rye kommt hier die mexikanische Seele ins Glas: erdige Agave, leichte Vanillenoten und ein Hauch von Lagerfeuerrauch. Perfekt für alle, die ihren Old Fashioned mal anders erleben wollen – ohne auf die vertraute Struktur zu verzichten. Ein Drink, der nach mehr schmeckt, als er zeigt.
Und das brauchst du für den Oaxaca Old Fashioned
4,5 cl Reposado Tequila
1,5 cl Mezcal
1 Stück Rohrzucker (ca. 5 g) oder 1 cl Agavendicksaft
2 Dashes Angostura Bitters
1 Dash Orangenschalen-Bitter (optional, für mehr Komplexität)
Orangenzeste zum Garnieren
Darauf kommt es an
Der Trick liegt im Verhältnis von Mezcal zu Tequila: Zu viel Mezcal überdeckt die Süße des Reposado, zu wenig macht den Drink langweilig. 1 Teil Mezcal auf 3 Teile Tequila ist das Geheimnis – so bleibt der Rauch präsent, ohne zu dominieren. Wichtig: Verwende einen *echten* Mezcal, nicht einen mit künstlichem Raucharoma. Der sollte nach verbranntem Holz und grünen Agaven schmecken, nicht nach Aschenbecher. Und rühre den Drink nicht zu kalt – die Aromen entfalten sich besser bei leicht unterkühlter Temperatur, nicht eiskalt.
Varianten
- Smoky Maple Old Fashioned — Ersetze den Rohrzucker durch 1 cl Ahornsirup und füge 1 Dash Black Walnut Bitters hinzu. Passt perfekt zu einem kräftigeren Mezcal mit Noten von gerösteter Eiche.
- Oaxaca Coffee Old Fashioned — Für eine warme Variante: Erhitze 6 cl starken Kaffee mit 1 Stück Rohrzucker, bis sich der Zucker löst. Abkühlen lassen, dann mit Tequila und Mezcal wie im Original rühren. Mit einer gerösteten Kaffebohne garnieren.
Häufige Fragen
Kann ich statt Reposado auch Blanco Tequila nehmen?
Theoretisch ja, aber der Drink verliert an Tiefe. Reposado lagert mindestens zwei Monate in Holzfässern und bringt Vanille- und Karamellnoten mit, die den Mezcal-Rauch ausbalancieren. Blanco ist zu scharf und eckig für dieses Rezept.
Warum kein einfacher Zuckersirup?
Rohrzucker oder Agavendicksaft geben dem Drink eine leicht erdige Süße, die besser zu Mezcal passt als neutraler Sirup. Wer es flüssiger mag, kann 1 cl Agavendicksaft nehmen – aber der Zucker sollte immer zuerst mit den Bitters vermischt werden, damit er sich auflöst.
Wie erkenne ich guten Mezcal?
Guter Mezcal riecht nach frisch geschnittenen Agaven, verbranntem Holz und etwas grünem Pfeffer. Im Mund sollte er rauchig sein, aber nicht bitter oder chemisch. Vermeide billige Sorten mit künstlichem Aroma – die schmecken oft nach verbranntem Gummi.
