Der El Presidente Seco ist die trockene Variante des kubanischen El Presidente. Statt süßem Vermouth kommt hier trockener Vermouth zum Einsatz, was dem Drink eine herbere Note verleiht. Weißer Rum trifft auf Curaçao und einen Hauch Grenadine – ein eleganter Aperitif mit karibischem Charakter, der in der goldenen Ära der Havanna-Barkultur zu Hause ist.
Und das brauchst du für den El Presidente Seco
5 cl weißer Rum
2 cl trockener Vermouth
1 cl Curaçao
1 Barlöffel Grenadine
Darauf kommt es an
Die Grenadine ist hier kein Süßungsmittel, sondern ein Aromastoff – ein Barlöffel reicht, um dem Drink eine leichte Fruchtigkeit zu geben, ohne die trockene Grundstruktur zu kippen. Manche Barkeeper lassen sie ganz weg, dann wird der Drink noch kompromissloser trocken. Der Curaçao sollte nicht zu dominant sein, sonst überlagert die Orangennote den Vermouth. Beim Rühren gilt: lieber etwas länger als zu kurz, der Drink braucht Verdünnung, um die einzelnen Komponenten zu verbinden.
Varianten
- El Presidente — Die klassische Variante mit süßem statt trockenem Vermouth – weicher, fruchtiger und zugänglicher.
- El Presidente Especial — Mit einem Dash Angostura Bitters für zusätzliche Würze und Tiefe.
Häufige Fragen
Welchen Vermouth sollte ich verwenden?
Ein klassischer trockener französischer Vermouth funktioniert am besten – er bringt Kräuterwürze, ohne den Rum zu überdecken. Zu aromatische Vermouths können den Drink aus der Balance bringen.
Kann ich braunen Rum verwenden?
Möglich, aber nicht traditionell. Weißer Rum hält den Drink leicht und lässt die Aromen von Vermouth und Curaçao durchscheinen. Brauner Rum macht ihn schwerer und verändert den Charakter deutlich.
Warum wird der Drink gerührt und nicht geschüttelt?
Alle Zutaten sind klar, es gibt keine Säfte. Rühren sorgt für die richtige Textur und Klarheit – geschüttelt würde der Drink verwässern und trüb werden.
