Jiu Niang Dan ist ein traditionelles chinesisches Frühstücks- oder Dessertgetränk aus süßem fermentiertem Klebreis, pochiertem Ei und Ingwer. Die leicht alkoholische Reisweinsuppe wärmt von innen, schmeckt süß-würzig und hat eine samtige Textur. In China wird sie oft mit Goji-Beeren oder Osmanthusblüten serviert. Hinter der Bar lässt sich das Rezept mit handelsüblichem süßem Reiswein nachbauen – ein ungewöhnlicher warmer Drink für kalte Abende.
Und das brauchst du für den Süßer Reiswein mit Ei & Ingwer (Jiu Niang Dan-inspiriert, warm)
200 ml süßer Reiswein (Jiu Niang oder koreanischer Makgeolli)
1 Ei
2 dünne Scheiben frischer Ingwer
1 TL brauner Zucker oder Honig
optional: 1 TL getrocknete Goji-Beeren
Darauf kommt es an
Das Ei darf nicht zu heiß werden, sonst gerinnt es zu Rührei statt zu einem weichen Pochierten. Deshalb den Reiswein nur auf etwa 70–80 Grad erhitzen – er darf dampfen, aber nicht blubbern. Wer keine Goji-Beeren hat, kann stattdessen eine Prise Osmanthusblüten oder ein paar Rosinen verwenden. Der Reiswein selbst hat meist nur 2–4 Prozent Alkohol und eine milchig-trübe Konsistenz mit sichtbaren Reiskörnern. Makgeolli funktioniert gut als Ersatz, sollte aber ungesüßt sein, damit man den Zucker selbst dosieren kann.
Varianten
- Mit Klebreisbällchen (Tang Yuan) — Statt Ei ein paar gekochte Klebreisbällchen mit Sesam- oder Erdnussfüllung hinzufügen – macht das Getränk zur vollwertigen Süßspeise.
- Kalt als Sommerversion — Reiswein gekühlt servieren, Ei weglassen und stattdessen Litschi oder Longan-Früchte hinzufügen.
Häufige Fragen
Wo bekomme ich süßen Reiswein?
Jiu Niang gibt es in Asia-Supermärkten, meist im Kühlregal in Plastikbechern. Alternativ funktioniert koreanischer Makgeolli, den es auch in gut sortierten Supermärkten gibt. Sake ist zu trocken und nicht trüb genug.
Kann ich das Ei weglassen?
Ja, dann wird es eher eine süße Ingwersuppe mit Reiswein. Das Ei macht das Getränk aber sättigender und gibt ihm die typische samtige Textur.
Wie schmeckt süßer Reiswein?
Leicht säuerlich-süß, cremig und ein bisschen wie flüssiger Milchreis mit einer dezenten Hefenote. Die Konsistenz ist dickflüssig und trüb, mit kleinen Reiskörnern.
