Der Sazerac gehört zu den ältesten amerikanischen Cocktails — normalerweise mit Rye Whiskey, Absinth und Peychaud's Bitters. Diese Variante ersetzt den Absinth durch grünen Chartreuse und bringt eine alpine Kräuternote in den klassischen New-Orleans-Drink. Der Chartreuse rinst das Glas aus, während der Rye die Hauptrolle spielt. Das Ergebnis ist würziger und komplexer als das Original, mit einer süßlich-bitteren Kräutertiefe, die sich perfekt mit dem Roggenwhiskey verbindet.
Und das brauchst du für den Sazerac mit Chartreuse
6 cl Rye Whiskey
1 Barlöffel grüner Chartreuse
1 Würfelzucker
3 Spritzer Peychaud's Bitters
1 Spritzer Angostura Bitters
Zitronenzeste
Darauf kommt es an
Der Chartreuse ersetzt hier den Absinth und bringt eine völlig andere Richtung in den Drink. Während Absinth vor allem Anis liefert, steuert grüner Chartreuse über 130 Kräuter bei — von Minze über Hysop bis Engelwurz. Wichtig: Wirklich nur ausschwenken, nicht großzügig dosieren. Der Chartreuse soll das Glas parfümieren, nicht dominieren. Manche Barkeeper kühlen das Glas vorher im Gefrierfach, damit der Chartreuse besser haftet. Der Rye Whiskey sollte würzig sein, kein milder Bourbon — die Roggen-Schärfe braucht es, um gegen die Kräuterwucht anzukommen.
Varianten
- Klassischer Sazerac — Mit Absinth statt Chartreuse ausgeschwenkt — das Original aus New Orleans mit Anisaroma.
- Sazerac mit Cognac — Cognac statt Rye Whiskey, wie in der frühesten Version des Drinks im 19. Jahrhundert.
- Yellow Sazerac — Mit gelbem Chartreuse ausgeschwenkt — milder und honigsüßer als die grüne Variante.
Häufige Fragen
Kann ich auch gelben Chartreuse verwenden?
Ja, gelber Chartreuse funktioniert ebenfalls und ist etwas milder und süßer. Er hat 40 Prozent Alkohol statt 55 und eine weniger aggressive Kräuternote. Der Drink wird dadurch zugänglicher, verliert aber etwas von seiner Intensität.
Warum wird der Drink ohne Eis serviert?
Der Sazerac wird zwar mit Eis gerührt, aber ohne Eis serviert — wie ein klassischer Old Fashioned. Das Rühren kühlt und verdünnt den Drink kontrolliert, im Glas bleibt er aber unverdünnt und konzentriert. Manche Barkeeper kühlen das Glas vorher, damit der Drink länger kalt bleibt.
Was ist Peychaud's Bitters?
Ein Bitters aus New Orleans mit Anis, Kirsche und Kräutern — deutlich süßer und fruchtiger als Angostura. Er ist traditionell im Sazerac unverzichtbar. Viele Rezepte kombinieren ihn mit einem Spritzer Angostura für mehr Tiefe.
