Rosé-Glühwein verbindet die Leichtigkeit eines Roséweins mit den warmen Gewürzen eines klassischen Glühweins. Durch die Zugabe von Grapefruit und Zitrone erhält er eine frische Säure, die den süßen und würzigen Noten entgegenwirkt. Ideal für gemütliche Abende oder als besonderer Abschluss eines Winteressens. Serviert wird er heiß, aber nicht kochend – damit die Aromen erhalten bleiben.
Und das brauchst du für den Rosé-Glühwein
- 750 mlRoséwein (trocken bis halbtrocken)
- 2Zimtstangen
- 4Nelken
Schale einer halben Grapefruit (nur die gelbe Schicht, kein Weißes)
1 Zitrone (in dünne Scheiben geschnitten)
75 g brauner Zucker
Optional: 1 Sternanis für eine zusätzliche Würznote
Darauf kommt es an
Der Trick liegt in der Grapefruitschale: Nur die äußere, gelbe Schicht verwenden – das Weiße darunter macht den Glühwein bitter. Wer es intensiver mag, kann die Schale vorher kurz in der Hand reiben, um die ätherischen Öle freizusetzen. Wichtig: Der Roséwein sollte nicht zu süß sein, sonst wird das Ergebnis klebrig. Ein halbtrockener Rosé mit fruchtiger Note (z. B. aus Garnacha oder Syrah) funktioniert am besten. Nicht kochen lassen – ab 78°C verdampft Alkohol, und der Glühwein verliert an Tiefe.
Varianten
- Rosé-Glühwein mit Vanille — 1 Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark in den Topf geben. Die Schote mitkochen und vor dem Servieren entfernen. Verleiht eine cremige Süße und passt gut zu fruchtbetonten Roséweinen.
- Alkoholfreier Rosé-Glühwein — Den Roséwein durch 750 ml alkoholfreien Rosé ersetzen und 100 ml Traubensaft (rot) hinzufügen, um die Fruchtigkeit zu verstärken. Die Gewürze und Zitrusnoten bleiben gleich.
- Rosé-Glühwein mit Rum — 5 cl braunen Rum (z. B. aus Melasse) kurz vor dem Servieren unterrühren. Der Rum gibt eine karamellige Tiefe und passt besonders gut zu würzigen Varianten mit Sternanis oder Kardamom.
Häufige Fragen
Kann ich jeden Roséwein verwenden?
Nein. Zu süße Roséweine (z. B. White Zinfandel) machen den Glühwein klebrig. Besser sind trockene bis halbtrockene Sorten mit fruchtiger Säure, wie sie aus Garnacha, Syrah oder Grenache-Reben hergestellt werden. Ein Rosé mit blumigen Noten (z. B. aus Provence) verliert beim Erhitzen seine Aromen – hier lieber auf kräftigere Varianten setzen.
Wie lange hält sich der Rosé-Glühwein?
Im Kühlschrank 2–3 Tage, wenn er in einem sauberen, verschlossenen Behälter aufbewahrt wird. Vor dem erneuten Servieren langsam erwärmen, aber nicht kochen. Die Gewürze verlieren mit der Zeit an Intensität – frisch zubereitet schmeckt er am besten.
Kann ich den Glühwein im Slow Cooker zubereiten?
Ja, das funktioniert sogar besonders gut. Auf niedriger Stufe (ca. 60–70°C) 1–2 Stunden ziehen lassen. Die langsame Erwärmung verhindert, dass der Alkohol verdampft, und die Aromen entwickeln sich gleichmäßiger. Gelegentlich umrühren, damit sich der Zucker löst.





