Der Paradise Cocktail ist ein vergessener Schatz aus der Gin-Ära der 1920er, der heute wiederentdeckt wird. Mit London Dry Gin als Basis verbindet er die süße Tiefe von Aprikosenlikör mit der frischen Säure von Orangensaft und einem Hauch Zitrone. Das Ergebnis ist ein ausgewogener, aromatischer Drink, der weder zu schwer noch zu leicht wirkt – perfekt für Gin-Liebhaber, die mehr als nur einen Gin Tonic suchen. Die Kombination aus fruchtigen und würzigen Noten macht ihn zu einem vielseitigen Aperitif oder Digestif.
Und das brauchst du für den Paradise Cocktail
- 4 clLondon Dry Gin
- 2 clAprikosenlikör
- 1,5 clfrisch gepresster Orangensaft
- 0,5 clZitronensaft
- 1 DashOrange Bitters (optional)
Darauf kommt es an
Der Trick liegt im Aprikosenlikör: Verwende einen hochwertigen Likör mit natürlichem Fruchtgehalt, nicht die billigen, künstlich aromatisierten Varianten. Die Säure des Orangensafts sollte nicht zu dominant sein – frisch gepresst, aber nicht zu reif, sonst überdeckt er die Gin-Noten. Ein kleiner, aber entscheidender Schritt: Gib den Orangensaft erst nach dem Gin in den Shaker, damit die Zitrusöle nicht zu stark mit dem Alkohol reagieren. Das macht den Drink runder. Falls du keinen Aprikosenlikör findest, kannst du auch einen Pfirsichlikör nehmen, aber reduziere die Menge auf 1,5 cl, da dieser oft süßer ist.
Varianten
- Paradise Punch — Für eine größere Runde: 12 cl London Dry Gin, 6 cl Aprikosenlikör, 4,5 cl Orangensaft, 1,5 cl Zitronensaft und 2 Dash Orange Bitters mit Eis in einer Karaffe verrühren. Mit Sodawasser auffüllen und mit Orangenscheiben garnieren.
- Dry Paradise — Für eine trockenere Variante: Den Aprikosenlikör auf 1 cl reduzieren und 0,5 cl trockenen Wermut hinzufügen. Die Säure des Orangensafts leicht erhöhen, um die Balance zu halten.
Häufige Fragen
Kann ich statt Aprikosenlikör Marillenmarmelade verwenden?
Nein. Marmelade enthält zu viel Zucker und Feststoffe, die den Drink trüb und klebrig machen. Falls du experimentieren möchtest, nimm stattdessen 1 cl Aprikosensirup und reduziere den Orangensaft um 0,5 cl, um die Süße auszugleichen.
Warum wird der Cocktail in eine Coupette serviert und nicht in ein Martiniglas?
Die Coupette hat eine größere Oberfläche, wodurch die Aromen des Drinks besser zur Geltung kommen. Zudem bleibt der Cocktail länger kühl, da die dünne Glaswand die Temperatur schneller anpasst. Ein Martiniglas wäre hier zu voluminös und würde die Balance der Aromen stören.
Kann ich den Drink auch mit einem anderen Gin zubereiten?
Ja, aber London Dry Gin ist ideal, da er eine ausgewogene Würze und Zitrusnote mitbringt. Ein floraler Gin wie ein New Western Dry Gin kann funktionieren, aber reduziere dann den Aprikosenlikör auf 1,5 cl, um die Balance zu halten. Ein zu würziger Gin überdeckt die Fruchtigkeit.





