Der Perroquet ist ein französischer Aperitif, der Pastis mit Minzsirup und Wasser kombiniert. Die grüne Farbe erinnert an das Gefieder eines Papageis – daher der Name. In Frankreich gehört er neben Tomate und Mauresque zu den klassischen Pastis-Varianten, die vor allem im Sommer an der Côte d'Azur getrunken werden. Die Anisaromen des Pastis treffen auf kühle Minzfrische, das Wasser lässt die Spirituose milchig louchen.
Und das brauchst du für den Perroquet
2 cl Pastis
2 cl grüner Minzsirup
10 cl kaltes Wasser
Darauf kommt es an
Die Reihenfolge ist wichtig: Erst Pastis und Sirup, dann das Wasser. So loucht der Pastis gleichmäßig und die ätherischen Öle verteilen sich richtig. Wer zuerst Wasser gibt, riskiert eine trübe, ungleichmäßige Mischung. Der Minzsirup sollte echte Pfefferminze enthalten, nicht nur Aroma – das macht den Unterschied zwischen einem billigen Softdrink und einem ordentlichen Aperitif. In Marseille wird der Perroquet oft mit Leitungswasser gemixt, das dort kalkhaltig ist und dem Drink eine leicht cremige Textur gibt.
Varianten
- Mauresque — mit Orgeat-Mandelsirup statt Minzsirup – wird braun statt grün
- Tomate — mit Grenadine statt Minzsirup – wird rosa-rot
- Feuille Morte — mit Minz- und Grenadine-Sirup – herbstliche Mischfarbe
Häufige Fragen
Welchen Pastis nimmt man für den Perroquet?
Jeder klassische Pastis funktioniert. Wichtig ist ein Anisgehalt von mindestens 40 Prozent und dass die Spirituose beim Verdünnen schön loucht. Die Wahl ist Geschmackssache – manche mögen es würziger, andere milder.
Kann man statt Minzsirup auch frische Minze nehmen?
Frische Minze ergibt einen anderen Drink – aromatischer, aber ohne die typische grüne Farbe und die sirupartige Süße. Dann ist es eher ein Pastis Smash als ein Perroquet.
Wie viel Wasser kommt in den Perroquet?
Das Verhältnis Pastis zu Wasser liegt meist bei 1:5 bis 1:7. Manche mögen es stärker, andere verdünnter. Mit 10 cl Wasser auf 2 cl Pastis liegt man im klassischen Bereich.





