Und das brauchst du für den Original Sazerac (Cognac)
6 cl Cognac (VSOP oder älter, kein Dreisterne)
1 Stück Zuckerwürfel (oder 0,5 cl Zuckersirup 2:1)
3 Dashes Peychaud’s Bitters
1 Dash Angostura Bitters
1 cl Absinth (mind. 55 % Vol., kein Pastis)
Zitronenzeste (nur fürs Finish)
Darauf kommt es an
Der Absinth wird nicht mitgerührt – er dient nur zum Ausspülen des Glases. Das ist kein Fehler, sondern Absicht: Die ätherischen Öle des Absinths haften an der Glaswand und entfalten sich mit jedem Schluck, ohne den Drink zu dominieren. Wichtig ist, den Cognac nicht zu stark zu kühlen, sonst verliert er seine Aromen. Ein guter VSOP hat genug Körper, um die Bitters zu tragen. Wer experimentiert, kann den Zuckerwürfel durch einen halben Teelöffel Rohrzucker ersetzen – das gibt eine leicht karamellige Note.
Varianten
- Rye Sazerac — Ersetze den Cognac durch 6 cl Rye Whiskey (z. B. Sazerac Rye). Der Drink wird trockener und würziger, aber weniger elegant. Die klassische Variante seit dem 19. Jahrhundert.
- Herbal Sazerac — Füge 2 cl Chartreuse Verte (grün) zum Rührglas hinzu. Das ergibt eine pflanzlichere, fast likörartige Tiefe – ideal für Absinth-Liebhaber.
Häufige Fragen
Warum wird der Absinth nicht mitgerührt?
Der Absinth würde den Drink zu stark prägen. Durch das Ausspülen des Glases bleibt sein Aroma präsent, aber dezent – wie ein Hauch im Hintergrund. So bleibt der Cognac im Vordergrund.
Kann ich statt Peychaud’s andere Bitters nehmen?
Nein. Peychaud’s Bitters sind essenziell – sie geben dem Sazerac seine typische lakritzartige Note. Angostura allein reicht nicht aus, auch wenn er als Ergänzung dient.
Muss es ein Zuckerwürfel sein?
Nein, aber er löst sich langsamer auf und gibt dem Drink eine leicht körnige Textur. Zuckersirup ist praktischer, aber weniger authentisch. Rohrzucker ist ein guter Kompromiss.
