Medovucha ist ein fermentiertes Honiggetränk aus Russland, das bereits seit Jahrhunderten gebraut wird. Anders als Met wird es meist mit niedrigerem Alkoholgehalt und kürzerer Gärzeit hergestellt. Die Basis bilden Honig, Wasser und Gewürze wie Nelken, Zimt oder Ingwer. Das Ergebnis ist süß, würzig und mild – ein Getränk, das warm oder kalt serviert wird und vor allem in der kalten Jahreszeit geschätzt wird.
Und das brauchst du für den Medovucha (Медовуха – russischer Honigwein)
200 g Honig
1 Liter Wasser
3 Nelken
1 Zimtstange
2 cm frischer Ingwer
5 g Trockenhefe (optional für alkoholische Variante)
Darauf kommt es an
Der Unterschied zwischen schneller Medovucha und fermentierter liegt in der Gärung. Ohne Hefe bleibt das Getränk alkoholfrei und wird sofort warm serviert – ideal, wenn man es eilig hat. Mit Hefe entwickelt sich in wenigen Tagen ein leichter Alkoholgehalt von etwa 2–4 Prozent. Wichtig: Die Honigmischung darf nicht zu heiß sein, wenn die Hefe dazukommt, sonst stirbt sie ab. Raumtemperatur ist ideal. Während der Gärung das Gefäß nicht luftdicht verschließen, sonst baut sich zu viel Druck auf – ein Tuch über dem Glas reicht.
Varianten
- Sbiten — Russisches Heißgetränk mit Honig, Gewürzen und Kräutern, aber ohne Gärung – wird sofort heiß serviert.
- Met — Klassischer Honigwein mit höherem Alkoholgehalt und längerer Gärzeit, oft mehrere Wochen bis Monate.
Häufige Fragen
Kann ich Medovucha auch ohne Hefe machen?
Ja, ohne Hefe bleibt das Getränk alkoholfrei und wird sofort nach dem Abkühlen serviert. Es ist dann eher ein Honiggewürztee als ein fermentiertes Getränk.
Welchen Honig soll ich verwenden?
Am besten einen kräftigen, aromatischen Honig wie Waldhonig oder Buchweizenhonig. Heller Honig funktioniert auch, gibt aber weniger Tiefe.
Wie lange hält sich fermentierte Medovucha?
Im Kühlschrank etwa eine Woche. Danach kann die Gärung weitergehen oder der Geschmack kippt. Am besten innerhalb weniger Tage trinken.
