Der Madras ist ein unkomplizierter Longdrink, der Wodka mit Cranberrysaft und Orangensaft kombiniert. Er gehört zur Familie der Saft-Spirituosen-Drinks und ist vor allem in den USA beliebt. Der Name spielt auf die indische Stadt Madras (heute Chennai) an, wobei die Verbindung eher Marketing als Geschichte ist. Anders als beim Cape Codder kommt hier neben Cranberry auch Orangensaft zum Einsatz, was dem Drink eine fruchtigere, weniger herbe Note gibt. Ein solider Drink für alle, die es unkompliziert mögen.
Und das brauchst du für den Madras
4 cl Wodka
6 cl Cranberrysaft
3 cl Orangensaft
Orangenscheibe zur Garnitur
Darauf kommt es an
Das Verhältnis der beiden Säfte entscheidet über den Charakter: Zu viel Orange macht den Drink süß und eindimensional, zu viel Cranberry lässt ihn herb und dünn wirken. Ich arbeite mit etwa zwei Teilen Cranberry auf einen Teil Orange — so bleibt die typische Cranberry-Herbe erhalten, während die Orange genug Körper und Süße beisteuert. Frisch gepresster Orangensaft hebt den Drink deutlich, aber auch guter Direktsaft aus der Flasche funktioniert. Beim Cranberrysaft keine gesüßten Nektare verwenden, sondern echten Saft oder Cranberry-Fruchtsaftgetränk mit hohem Fruchtanteil.
Varianten
- Madras mit Grapefruit — Orangensaft durch Grapefruitsaft ersetzen für eine herbere, bitterere Variante.
- Vodka Sunrise — Cranberrysaft weglassen und nur Orangensaft mit einem Schuss Grenadine verwenden.
Häufige Fragen
Kann ich auch einen anderen Wodka verwenden?
Ja, jeder neutrale Wodka funktioniert. Der Drink lebt von den Säften, die Spirituose tritt in den Hintergrund.
Warum heißt der Drink Madras?
Der Name bezieht sich auf die indische Stadt Madras, heute Chennai. Eine echte historische Verbindung gibt es nicht — vermutlich war es ein Marketingname aus den 1980er-Jahren.
Kann ich den Madras auch shaken?
Kannst du, aber es bringt wenig. Der Drink hat keine Zutaten, die durch Schütteln emulgieren müssten. Bauen im Glas reicht völlig.
