Wer den Moscow Mule mit London Dry Gin statt Wodka mixt, bekommt einen Longdrink mit mehr Tiefe und Würze. Die Wacholdernoten des Gins harmonieren überraschend gut mit der Schärfe des Ginger Beer, während die Limette für die nötige Frische sorgt. In manchen Bars heißt dieser Drink auch Gin-Gin Mule oder London Mule – gemeint ist aber immer dieselbe erfrischende Kombination aus Gin, Ingwer und Zitrus.
Und das brauchst du für den Moscow Mule mit Gin
5 cl London Dry Gin
2 cl frischer Limettensaft
12 cl Ginger Beer
Limettenspalte zur Garnitur
Darauf kommt es an
Die Qualität des Ginger Beer entscheidet hier mehr als beim Original mit Wodka, weil der Gin selbst schon komplex ist. Ein zu süßes Ginger Beer erstickt die Wacholdernoten, ein zu scharfes überdeckt die feinen Botanicals. Ich nehme ein Ginger Beer mit deutlicher Ingwerschärfe, aber moderater Süße. Beim Umrühren reichen zwei, drei Bewegungen – zu viel verwässert den Drink, bevor man ihn überhaupt probiert hat. Und: frischer Limettensaft ist Pflicht, Saft aus der Flasche macht den Drink flach.
Varianten
- Elderflower Mule — 2 cl Holunderblütensirup zugeben für eine blumige Note
- Cucumber Gin Mule — 3–4 Gurkenscheiben im Glas leicht andrücken, dann wie oben bauen
- Spicy Gin Mule — 1–2 Scheiben frischen Ingwer mit dem Limettensaft im Glas andrücken
Häufige Fragen
Kann ich auch einen anderen Gin verwenden?
Ja, aber London Dry Gin funktioniert am besten. Old Tom Gin macht den Drink zu süß, Navy Strength zu stark. Ein Gin mit Zitrus-Botanicals verstärkt die Frische, einer mit viel Koriander die Würze.
Warum schmeckt mein Gin Mule fade?
Meist liegt es an zu wenig Limettensaft oder an Ginger Beer mit zu wenig Ingwerschärfe. Probiere ein anderes Ginger Beer oder gib einen halben Centiliter mehr Limettensaft dazu.
Muss es ein Kupferbecher sein?
Nein. Der Kupferbecher ist Tradition beim Moscow Mule, hat aber keinen Einfluss auf den Geschmack. Ein Highball-Glas funktioniert genauso gut.
