Jiuniang ist fermentierter Klebreis mit süßem, leicht säuerlichem Geschmack — in China als Dessert oder Frühstück gegessen. In Kombination mit Baijiu, dem chinesischen Getreideschnaps, entsteht ein Drink, der die Süße des Reisferments mit der Schärfe der Spirituose verbindet. Der Cocktail ist cremig-trüb, mild alkoholisch und schmeckt nach Reiswein, Joghurt und einem Hauch von Hefe. Wer Jiuniang im Asia-Laden findet, hat hier ein ungewöhnliches Rezept, das ohne Saft und Sirup auskommt.
Und das brauchst du für den Jiuniang-Baijiu-Cocktail
5 cl Baijiu
8 cl Jiuniang (fermentierter Klebreis)
1 cl Zitronensaft
1 Barlöffel Honig (optional)
Darauf kommt es an
Jiuniang gibt es im Glas oder in Plastikbechern im Asia-Supermarkt — oft im Kühlregal neben Tofu und eingelegtem Gemüse. Die Konsistenz ist dickflüssig, mit weichen Reiskörnern in süßer, leicht alkoholischer Flüssigkeit. Beim Schütteln zerkleinern sich die Körner teilweise, der Drink wird milchig-trüb. Baijiu ist scharf und hochprozentig, oft um die 50 Vol.-%, deshalb reichen 5 cl. Wer keinen milden Baijiu hat, kann auf einen leichten Reiswein oder Sake ausweichen — dann wird der Drink milder, aber auch weniger charakteristisch.
Varianten
- Jiuniang Sour — Mit 2 cl Zitronensaft, 1 cl Zuckersirup und Eiweiß schütteln — ergibt einen cremigen Sour mit Reisferment-Note.
- Jiuniang Fizz — Jiuniang mit Baijiu und Sodawasser im Glas bauen — leichter, spritziger, weniger süß.
- Jiuniang mit Sake — Baijiu durch Sake ersetzen — milder, weniger scharf, mehr Reiswein-Charakter.
Häufige Fragen
Wo bekomme ich Jiuniang?
In Asia-Supermärkten, oft im Kühlregal. Manchmal auch unter dem Namen Fermented Glutinous Rice oder Sweet Rice Wine. Die Konsistenz ist dickflüssig mit weichen Reiskörnern.
Welchen Baijiu soll ich nehmen?
Einen milden Baijiu mit Reisnote, nicht die hochprozentigen Sorten mit starkem Aroma. Alternativ funktioniert auch ein leichter Reiswein oder Sake — dann wird der Drink milder.
Kann ich Jiuniang selbst machen?
Ja, aus Klebreis und Hefe-Starterkultur (Jiuqu). Der Reis wird gedämpft, mit der Kultur gemischt und bei Raumtemperatur fermentiert. Dauert 2–3 Tage, ist aber aufwendig.
