Der Inca ist ein gerührter Kurz-Drink, der mit seiner trockenen Eleganz an die sonnenverwöhnten Terrassen Andalusiens erinnert. Drei Spirituosen – London Dry Gin, süßer Wermut und trockener Sherry – treffen auf Mandelsirup und Orangenbitter und bilden ein Aroma, das zwischen Kräuternote, nussiger Süße und zitrusiger Frische balanciert. Kein Schütteln, kein Eis: Der Inca wird bei Raumtemperatur serviert, damit sich die Aromen ungestört entfalten können. Perfekt für den späten Nachmittag, wenn die Sonne tief steht und die Zeit stillzustehen scheint.
Und das brauchst du für den Inca
- 2 clLondon Dry Gin
- 2 clsüßer Wermut (Vermouth Sweet)
- 2 cltrockener Sherry (Fino oder Amontillado)
- 1 SpritzerMandelsirup (ca. 0,2 cl)
- 1 SpritzerOrangenbitter (ca. 0,1 cl)
Darauf kommt es an
Der Inca lebt von der Balance zwischen den drei Spirituosen: Der Gin bringt die botanische Schärfe, der Wermut die süßliche Tiefe und der Sherry die trockene, nussige Note. Entscheidend ist die Temperatur – der Drink sollte nicht gekühlt werden, damit sich die Aromen voll entfalten. Wer den Mandelsirup selbst macht, kann ihn mit einer Prise Zimt oder Vanille verfeinern, um eine zusätzliche Würzebene einzubauen. Wichtig: Der Orangenbitter sollte nicht zu dominant sein – ein einziger Spritzer reicht, um die Zitrusnote zu unterstreichen, ohne den Drink zu überladen.
Varianten
- Inca Royal — Ersetze den trockenen Sherry durch 2 cl Pedro Ximénez Sherry. Die süße, sirupartige Textur des PX verwandelt den Inca in einen Dessert-Drink mit Rosinen- und Karamellnoten. Ideal für alle, die es fruchtiger und weniger trocken mögen.
- Inca Seco — Verringere den Mandelsirup auf einen halben Spritzer und füge 0,5 cl trockenen Wermut (Vermouth Dry) hinzu. Das Ergebnis ist ein noch herberer, fast puristischer Drink, der die botanischen Noten des Gins in den Vordergrund stellt.
Häufige Fragen
Kann ich den Inca auch mit Eis servieren?
Nein. Der Inca ist ein Drink, der bei Raumtemperatur seine volle Aromenvielfalt entfaltet. Eis würde die Spirituosen verdünnen und die feinen Nuancen des Sherrys und Wermuts überdecken. Falls das Glas zu warm ist, kannst du es vor dem Befüllen kurz mit Eiswasser kühlen – aber das Eis selbst gehört nicht in den Drink.
Welcher Sherry eignet sich am besten?
Ein trockener Fino oder Amontillado ist ideal. Fino bringt eine helle, frische Note mit, während Amontillado etwas nussiger und komplexer ist. Vermeide süße Sherrys wie Cream oder Pedro Ximénez – sie würden das Gleichgewicht des Drinks zerstören.
Kann ich den Mandelsirup weglassen?
Technisch ja, aber der Mandelsirup ist ein zentraler Bestandteil. Er rundet die herben Noten des Gins und Sherrys ab und verleiht dem Drink eine subtile Süße. Falls du keinen Mandelsirup hast, kannst du ihn durch 0,2 cl Zuckersirup ersetzen – allerdings fehlt dann die typische Marzipannote.





