Der Chocolate Agavoni ist kein Dessert, sondern ein Aperitif, der den Negroni um eine cremige Schokoladennote erweitert – ohne dabei süßlich zu werden. Statt Zuckersirup kommt hier Agavendicksaft ins Spiel, der dem Drink eine sanfte Süße und eine leichte Vanillenote verleiht. Die Kombination aus Campari, Gin und rotem Wermut bleibt erhalten, doch die Schokolade bindet die Bitterkeit und macht den Drink zugänglicher, ohne seinen Charakter zu verlieren. Perfekt für alle, die einen Negroni mögen, aber eine weichere, komplexere Variante suchen. Serviert wird er wie der Klassiker: eiskalt, mit einer Orangenzeste als Garnitur – aber mit einem entscheidenden Unterschied in der Zubereitung.
Und das brauchst du für den Chocolate Agavoni
- 3 clLondon Dry Gin
- 3 clroter Wermut
- 3 clCampari
- 1 clAgavendicksaft
- 1 clSchokoladensirup (dunkel, mind. 70 % Kakao)
- 1 SpritzerOrangenbitter (optional, aber empfohlen)
- Garnitur: Orangenzeste (breit, ohne Fruchtfleisch)
Darauf kommt es an
Der Schokoladensirup darf nicht zu süß sein – nimm eine dunkle Variante mit mindestens 70 % Kakaoanteil, sonst dominiert Zucker den Geschmack. Wichtig ist auch die Rührtechnik: Der Drink wird nicht geschüttelt, weil die Schokolade sonst schaumig wird und die Textur leidet. Rühre langsam und gleichmäßig, bis die Mischung eiskalt ist, aber nicht verwässert. Ein weiterer Trick: Verwende große, klare Eiswürfel, die langsamer schmelzen und den Drink nicht verwässern. Die Orangenzeste erst zum Schluss ausdrücken – die ätherischen Öle geben dem Chocolate Agavoni eine frische, zitrusige Note, die die Schokolade aufhellt.
Varianten
- Espresso Agavoni — Ersetze den Schokoladensirup durch 1 cl kalten Espresso und reduziere den Agavendicksaft auf 0,5 cl. Der Drink wird herber und bekommt eine leichte Röstnote, die gut zu Campari passt. Garnitur: Zitronenzeste statt Orange.
- Hazelnut Agavoni — Füge 0,5 cl Haselnusslikör (z. B. Nocino) hinzu und reduziere den Gin um dieselbe Menge. Die Nussnote harmoniert mit der Schokolade und gibt dem Drink eine zusätzliche Tiefe. Garnitur: geröstete Haselnuss als Deko.
- Spiced Agavoni — Gib eine Prise gemahlenen Zimt oder eine Scheibe frischen Ingwer ins Rührglas und seihe ihn nach dem Rühren ab. Der Drink bekommt eine würzige Note, die besonders im Winter passt. Garnitur: Zimtstange.
Häufige Fragen
Kann ich den Chocolate Agavoni auch ohne Agavendicksaft zubereiten?
Ja, aber der Drink verliert dann seine weiche Süße und wirkt härter. Falls du keinen Agavendicksaft hast, nimm 0,5 cl Zuckersirup – aber reduziere die Menge, sonst wird der Drink zu süß. Der Agavendicksaft hat den Vorteil, dass er weniger klebrig wirkt und eine leichte Vanillenote mitbringt, die besser zu Schokolade passt.
Warum wird der Drink nicht geschüttelt?
Schokoladensirup enthält oft Emulgatoren, die beim Schütteln schaumig werden und die Textur des Drinks ruinieren. Außerdem würde der Drink durch das Schütteln zu stark verwässern, da die Eiswürfel schneller schmelzen. Beim Rühren bleibt die Mischung klar und cremig, ohne dass sich Blasen bilden.
Welche Schokolade eignet sich am besten für den Sirup?
Verwende eine dunkle Schokolade mit mindestens 70 % Kakaoanteil – je höher, desto besser. Milchschokolade ist zu süß und überdeckt die Bitterkeit von Campari und Wermut. Falls du keinen fertigen Schokoladensirup hast, kannst du ihn selbst machen: 100 g dunkle Schokolade mit 50 ml Wasser und 50 g Zucker bei niedriger Hitze schmelzen, bis eine glatte Masse entsteht. Abkühlen lassen und im Kühlschrank lagern.
Kann ich den Drink auch mit weißer Schokolade zubereiten?
Nein, weiße Schokolade enthält keinen Kakao und schmeckt nur süß. Der Chocolate Agavoni lebt von der Balance zwischen Bitterkeit und Süße – weiße Schokolade würde diese Balance zerstören. Falls du eine hellere Variante möchtest, nimm stattdessen 0,5 cl Vanillesirup und reduziere den Agavendicksaft auf 0,5 cl.
Wann passt der Chocolate Agavoni am besten?
Der Drink ist ein idealer Aperitif, aber auch ein guter Digestif, wenn du nach dem Essen etwas Bitteres magst. Die Schokolade macht ihn etwas gehaltvoller als einen klassischen Negroni, sodass er auch zu herzhaften Vorspeisen wie Antipasti oder gereiftem Käse passt. Serviere ihn bei 6–8 °C – nicht zu kalt, sonst kommen die Aromen nicht zur Geltung.





