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Getränkekunde – Was ist Granini? – Was ist das?

Granini ist eine deutsche Marke für Fruchtsäfte und Fruchtnektare, die 1965 in Nieder-Olm bei Mainz gegründet wurde. Der Name ist Kunstwort und Programm zugleich: Er soll an Granatapfel und die italienische Endung -ini erinnern, die für Qualität und südländische Lebensart steht. Heute gehört Granini zu Eckes-Granini, einem der größten privaten Fruchtsaftunternehmen Europas. In deutschen Bars ist Granini seit Jahrzehnten Synonym für Orangensaft, Ananassaft und andere Fruchtsäfte aus der Flasche.

Was Granini ist

Granini produziert Fruchtsäfte, Fruchtnektare und Fruchtsaftgetränke in verschiedenen Qualitätsstufen. Die Palette reicht von Direktsäften über Säfte aus Konzentrat bis zu Nektaren mit geringerem Fruchtanteil. Die bekanntesten Sorten sind Orange, Ananas, Maracuja, Kirsche und Pfirsich. Granini vertreibt seine Produkte sowohl im Einzelhandel als auch in der Gastronomie, wobei die 0,2-Liter-Glasflasche lange Zeit das Erkennungszeichen war. Seit den 1980er-Jahren ist Granini fester Bestandteil der deutschen Barkultur und wird vor allem als Mixer für Longdrinks und Cocktails eingesetzt. Die Marke steht für standardisierte Qualität und gleichbleibenden Geschmack, was in der professionellen Gastronomie geschätzt wird.

Woran man Granini erkennt

Die klassische Granini-Flasche ist eine 0,2-Liter-Glasflasche mit charakteristischem Etikett, das je nach Sorte farblich variiert. Orange kommt in Orange, Ananas in Gelb, Kirsche in Rot. Das Logo mit dem geschwungenen Schriftzug ist seit Jahrzehnten nahezu unverändert. In der Gastronomie werden die Säfte oft direkt aus der Flasche serviert oder in Karaffen umgefüllt. Granini-Produkte tragen auf dem Etikett die Bezeichnung Fruchtsaft, Fruchtnektar oder Fruchtsaftgetränk, je nach Fruchtgehalt. Fruchtsaft bedeutet 100 Prozent Frucht, Nektar liegt zwischen 25 und 50 Prozent, abhängig von der Fruchtart. Diese Unterscheidung ist für Barkeeper wichtig, weil sie Geschmack und Süße beeinflusst.

Granini in der Bar

In deutschen Bars ist Granini die Standardwahl für Fruchtsäfte, besonders Orangensaft für Screwdriver, Tequila Sunrise oder Sex on the Beach. Ananassaft aus der Granini-Flasche landet in Piña Coladas oder Planters Punch, wenn keine frische Ananas zur Hand ist. Maracujasaft wird für exotische Longdrinks und Bowlen verwendet. Die Handhabung ist einfach: Flasche öffnen, Saft abmessen, fertig. Das spart Zeit und garantiert gleichbleibende Qualität über den ganzen Abend. Allerdings ist Granini kein Ersatz für frisch gepressten Saft, wenn es um Geschmackstiefe geht. In gehobenen Bars wird Granini oft nur als Backup genutzt, wenn frische Säfte ausgehen. In klassischen Kneipen und Clubs ist Granini dagegen die erste Wahl, weil es praktisch, haltbar und preiswert ist.

Häufige Irrtümer

Viele Gäste glauben, Granini sei italienisch, weil der Name danach klingt. Tatsächlich ist die Marke durch und durch deutsch, mit Sitz in Rheinland-Pfalz. Ein weiterer Irrtum: Granini-Saft ist nicht automatisch Direktsaft. Die meisten Sorten werden aus Konzentrat hergestellt, was Lagerung und Transport vereinfacht, aber Geschmack und Vitamingehalt beeinflusst. Manche Barkeeper verwechseln Nektar mit Saft und wundern sich über die Süße. Nektar enthält weniger Frucht und mehr Zucker, was bei säurearmen Früchten wie Pfirsich oder Banane gesetzlich vorgeschrieben ist. Granini ist auch kein Synonym für alle Fruchtsäfte in der Bar, auch wenn der Name oft stellvertretend verwendet wird.

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Häufige Fragen

Ist Granini-Saft aus Konzentrat oder Direktsaft?

Die meisten Granini-Sorten sind Saft aus Konzentrat. Das bedeutet, der Saft wird nach der Pressung konzentriert, transportiert und später mit Wasser wieder auf Originalstärke gebracht. Direktsäfte gibt es im Granini-Sortiment ebenfalls, sie sind aber teurer und seltener in der Gastronomie anzutreffen.

Warum verwenden Bars Granini statt frisch gepressten Saft?

Granini ist haltbar, standardisiert und schnell einsetzbar. Frisch gepresster Saft braucht Zeit, Ausrüstung und frische Früchte, die nicht immer verfügbar oder wirtschaftlich sind. In Hochbetrieb-Situationen ist Granini die praktische Lösung, auch wenn der Geschmack nicht an frischen Saft heranreicht.

Was ist der Unterschied zwischen Granini-Saft und Granini-Nektar?

Saft enthält 100 Prozent Frucht, Nektar hat je nach Fruchtart zwischen 25 und 50 Prozent Fruchtanteil, der Rest ist Wasser und Zucker. Nektar wird bei Früchten verwendet, die von Natur aus sehr sauer, dickflüssig oder aromatisch sind, wie Maracuja, Pfirsich oder Banane.

Kann man Granini für gehobene Cocktails verwenden?

Möglich ist es, empfehlenswert nur bedingt. In klassischen Bars und bei einfachen Longdrinks funktioniert Granini gut. Für Cocktails mit Anspruch auf Frische und Komplexität sollte man auf frisch gepresste Säfte oder hochwertige Direktsäfte setzen. Granini ist solide Mittelklasse, aber kein Premium-Produkt.

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