Der Naked and Famous ist ein moderner Klassiker aus der Equal-Parts-Familie: Mezcal, Aperol, Chartreuse und Limettensaft zu gleichen Teilen geshakt. Der Drink balanciert Rauch, Bitterkeit, Kräuterwürze und Säure auf einer Linie – komplex, aber erstaunlich zugänglich. Benannt nach einem Song der Band The Breeders, wurde er 2011 von Joaquín Simó in New York kreiert und gehört heute zum festen Repertoire vieler Bars.
Und das brauchst du für den Naked and Famous
2 cl Mezcal
2 cl Aperol
2 cl Chartreuse Jaune
2 cl frischer Limettensaft
Darauf kommt es an
Das doppelte Abseihen ist hier wichtig: Der Limettensaft bringt Fruchtfleisch mit, das die klare Textur stören würde. Ein Feinsieb über dem Glas fängt die Partikel ab. Beim Mezcal gilt: nicht zu rauchig. Ein sanfter Espadín funktioniert besser als ein stark geräucherter Tobala – sonst dominiert der Rauch und die Balance kippt. Chartreuse Jaune ist milder als die grüne Variante und lässt den anderen Zutaten mehr Raum. Wer den Drink zum ersten Mal mixt, ist oft überrascht, wie rund sich vier so unterschiedliche Komponenten zu einem Ganzen fügen.
Varianten
- Famous and Naked — Die Reihenfolge vertauscht: 2,5 cl Mezcal, 1,5 cl Aperol, 2 cl Chartreuse Jaune, 2 cl Limettensaft – mehr Rauch, weniger Bitterkeit.
- Clothed and Infamous — Mit Chartreuse Verte statt Jaune: intensiver, kräuterbetonter, trockener. Für Chartreuse-Fans.
- Naked and Dangerous — Aperol durch Campari ersetzt: deutlich bitterer, weniger süß, schärfere Kanten.
Häufige Fragen
Kann ich statt Mezcal auch Tequila nehmen?
Ja, aber dann fehlt die Rauchnote, die den Drink ausmacht. Mit Blanco Tequila wird er heller und fruchtiger – ein anderes Getränk, aber durchaus trinkbar.
Warum Chartreuse Jaune und nicht Verte?
Die gelbe Chartreuse ist milder, süßer und lässt den anderen Zutaten mehr Raum. Die grüne Variante ist kräftiger und würde den Drink dominieren – funktioniert, ist aber eine andere Richtung.
Wie wichtig ist frischer Limettensaft?
Entscheidend. Flaschensaft hat nicht die nötige Frische und Säure, um die süßen und bitteren Komponenten zu balancieren. Der Drink lebt von der Spannung zwischen allen vier Zutaten.
