Dry MartiniBild vergrößern
Mix dir deinen Dry Martini.

Cocktail Rezept

Dry Martini Rezept

Basisspirituose
Cocktail-Klassiker
Getränkegruppe
Martini & Aperitif-Style
Methode
gerührt
Glas
Cocktailglas (Martini-Glas)
Eis
Eiswürfel (zum Rühren)
Zubereitungszeit
4 Minuten
Portionen
1
Nährwert ca.
143 kcal

Der Dry Martini ist der Inbegriff eleganter Schlichtheit: London Dry Gin und trockener Wermut, gerührt, nicht geschüttelt. Kein Cocktail verkörpert mehr Präzision – jedes Detail zählt, von der Temperatur des Gins bis zur Wahl der Garnitur. Wer ihn richtig mixt, versteht, warum er seit über einem Jahrhundert der Maßstab für trockene, kräftige Drinks bleibt. Hier lernst du, wie man ihn perfekt zubereitet – ohne Schnickschnack, aber mit dem Wissen, das ihn von gut zu großartig macht.

Und das brauchst du für den Dry Martini

  • 6 clLondon Dry Gin
  • 1 cltrockener Wermut (Dry Vermouth)
  • 1grüne Olive oder 1 Zitronenschalenspirale (zum Garnieren)
  • Eiswürfel (groß, klar gefroren)

Darauf kommt es an

Der Wermut macht den Unterschied – aber nur, wenn er frisch ist. Trockener Wermut oxidiert schnell; lagere die Flasche im Kühlschrank und verbrauche sie innerhalb von vier Wochen nach dem Öffnen. Beim Rühren gilt: Zähle die Umdrehungen. 20–25 Mal reichen aus, um den Gin auf etwa -2°C abzukühlen. Mehr Rühren verwässert den Drink, weniger lässt ihn zu warm. Ein Trick aus der Bar: Halte das Rührglas kurz unter fließend kaltes Wasser, bevor du das Eis einfüllst – so bleibt die Temperatur stabil.

Varianten

  • Dirty Martini — Füge 1 cl Olivenlake hinzu und garniert mit zwei Oliven. Der Drink wird salziger und rundet den Gin ab.
  • Vodka Martini — Ersetze den London Dry Gin durch Wodka. Der Drink wird neutraler, aber nicht weniger kräftig – ideal für Puristen, die den Wermut-Geschmack betonen wollen.
  • Wet Martini — Erhöhe den Wermut-Anteil auf 2 cl. Der Drink wird weicher und weniger trocken, mit mehr Kräuternoten.

Häufige Fragen

Warum wird der Dry Martini gerührt und nicht geschüttelt?

Gin ist eine klare, aromatische Spirituose – Schütteln würde ihn trüb machen und zu viel Luft einarbeiten, was die Textur und den Geschmack beeinträchtigt. Rühren kühlt den Drink gleichmäßig ab, ohne ihn zu verwässern oder zu oxidieren. James Bond hin oder her: Ein geschüttelter Martini ist ein Sakrileg.

Kann ich jeden Gin für einen Dry Martini verwenden?

Theoretisch ja, aber London Dry Gin ist die erste Wahl. Seine kräftigen Wacholder- und Zitrusnoten harmonieren perfekt mit dem Wermut. Andere Gins – etwa New Western oder fruchtbetonte Sorten – können den Geschmack dominieren und den Martini aus dem Gleichgewicht bringen.

Wie erkenne ich, ob der Wermut noch gut ist?

Frischer Wermut riecht nach Kräutern und Zitrus, mit einer leichten Süße. Ist er oxidiert, entwickelt er einen scharfen, fast medizinischen Geruch. Probier einen Schluck: Schmeckt er bitter oder flach, gehört die Flasche weg. Lagere ihn immer im Kühlschrank und verbrauche ihn zügig.

Warum wird das Glas vorgekühlt?

Ein warmes Glas würde den Martini sofort wieder erwärmen und seine Aromen verflüchtigen lassen. Kühle das Glas 5 Minuten im Gefrierfach oder spüle es mit Eiswasser aus und trockne es ab. Der erste Schluck sollte eiskalt sein – genau so, wie ein Martini sein muss.

Zubereitung

  1. Fülle ein Rührglas zur Hälfte mit frischen Eiswürfeln – je kälter, desto besser. Das Eis sollte klar und frei von Luftblasen sein, um den Drink nicht zu verwässern.
  2. Gieße 6 cl London Dry Gin und 1 cl trockenen Wermut über das Eis. Rühre mit einem Barlöffel 20–25 Sekunden lang langsam und gleichmäßig, bis die Mischung eiskalt ist. Nicht schütteln – das würde den Gin zu stark mit Sauerstoff anreichern und die Textur stören.
  3. Seihe den Drink durch ein Barsieb in ein vorgekühltes Cocktailglas ab. Die Flüssigkeit sollte klar und ohne Eissplitter sein. Garnieren mit einer grünen Olive oder einer Zitronenschalenspirale, die du vorher kurz über dem Glas ausdrückst, um die Öle freizusetzen.

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