Der Vodka Martini ist die moderne Variante des klassischen Martini Cocktails, bei der Wodka den Gin ersetzt. Das Ergebnis ist ein noch klarerer, kühlerer Drink ohne die botanischen Noten des Gins. Vor allem durch James Bond und seinen berühmten Spruch geschüttelt, nicht gerührt wurde dieser Drink weltbekannt. In der Bar wird er traditionell trotzdem gerührt, weil das Schütteln den Drink verwässert und trüb macht. Das Verhältnis von Wodka zu trockenem Wermut variiert je nach Vorliebe, die meisten Barkeeper arbeiten heute mit etwa 6:1.
Und das brauchst du für den Vodka Martini
6 cl Wodka
1 cl trockener Wermut
1 Zitronenzeste oder Olive
Darauf kommt es an
Die Temperatur entscheidet über den Vodka Martini. Manche Barkeeper lagern den Wodka im Gefrierfach und arbeiten mit extra hartem Eis, damit der Drink eiskalt wird, ohne zu stark zu verwässern. Beim Rühren zählt die Zeit: Zu kurz, und der Drink ist warm; zu lang, und er wird wässrig. 20 bis 30 Sekunden sind der Sweet Spot. Wer ihn wirklich trocken mag, gibt nur einen Hauch Wermut ins Glas, schwenkt ihn und kippt den Rest weg, bevor der Wodka dazukommt. Das nennt man einen Extra Dry Martini.
Varianten
- Dirty Martini — Mit 1 cl Olivenlake aus dem Glas für eine salzige, trübe Variante.
- Vesper — Mit Wodka, Gin und Lillet Blanc statt Wermut — James Bonds eigene Erfindung aus dem Roman Casino Royale.
- Gibson — Mit Perlzwiebel statt Olive oder Zitronenzeste als Garnitur.
Häufige Fragen
Warum wird der Vodka Martini gerührt und nicht geschüttelt?
Rühren hält den Drink klar und seidig. Schütteln macht ihn trüb, fügt Luftbläschen hinzu und verwässert ihn stärker. James Bonds Vorliebe für geschüttelt ist filmisch spektakulär, aber in der Bar nicht üblich.
Wie trocken sollte ein Vodka Martini sein?
Das hängt vom Verhältnis Wodka zu Wermut ab. Klassisch ist etwa 6:1, ein Dry Martini hat noch weniger Wermut, ein Extra Dry nur einen Hauch. Wer es weniger trocken mag, nimmt mehr Wermut oder einen halbtrockenen.
Welchen Wodka nehme ich am besten?
Einen neutralen, sauberen Wodka ohne starke Eigenaromen. Der Drink lebt von Klarheit und Kälte, nicht von Komplexität. Ein guter Wodka aus Getreide oder Kartoffeln reicht völlig.



