Der Vieux Carré ist ein komplexer, aromatischer Cocktail aus dem French Quarter von New Orleans. Er kombiniert Bourbon Whiskey und Cognac zu gleichen Teilen mit süßem Wermut, Bénédictine und zwei Sorten Bitter. Das Ergebnis ist ein würziger, leicht süßer Drink mit vielschichtiger Tiefe – ein Stirred Cocktail für Kenner, die es nicht schlicht mögen.
Und das brauchst du für den Bourbon Vieux Carré
3 cl Bourbon Whiskey
3 cl Cognac
3 cl süßer Wermut
1 Barlöffel Bénédictine
2 Dashes Peychaud's Bitters
2 Dashes Angostura Bitters
Zitronenzeste
Darauf kommt es an
Die beiden Bitter-Sorten sind hier keine Nebensache – Peychaud's bringt die typische New-Orleans-Note mit Anis und leichter Süße, Angostura liefert die würzige Tiefe. Wenn du nur Angostura hast, verdopple die Menge nicht einfach: Nimm 3 Dashes und akzeptiere, dass der Drink etwas erdiger wird. Die Bénédictine – ein Kräuterlikör mit 27 Botanicals – gibt dem Vieux Carré seine honigähnliche Süße und verbindet Whisky und Cognac. Ein gestrichener Barlöffel reicht, mehr macht den Drink klebrig.
Varianten
- Rye Vieux Carré — Mit Rye Whiskey statt Bourbon – schärfer, trockener, würziger im Abgang.
- Vieux Carré mit Chartreuse — Bénédictine durch gelben Chartreuse ersetzen – intensiver, kräutriger, weniger süß.
Häufige Fragen
Was bedeutet Vieux Carré?
Vieux Carré ist Französisch für Altstadt und bezeichnet das French Quarter in New Orleans, wo der Drink in den 1930er-Jahren im Hotel Monteleone erfunden wurde.
Kann ich Peychaud's Bitters weglassen?
Technisch ja, aber dann fehlt die typische New-Orleans-Anmutung. Peychaud's hat ein blumig-anisiges Profil, das Angostura nicht liefert. Ohne wird der Drink einfach ein weiterer Manhattan-Verwandter.
Welchen Cognac nehme ich für den Vieux Carré?
Ein VS oder VSOP reicht völlig – der Drink ist komplex genug, ein XO geht in der Mischung unter. Achte auf einen Cognac mit Frucht und nicht zu viel Holz.
