Der B52 ist ein geschichteter Shooter aus drei Likören, die sich durch unterschiedliche Dichte nicht vermischen: Kaffeelikör bildet die Basis, darüber schwebt Sahnelikör, gekrönt von Orangenlikör. Benannt nach dem amerikanischen Langstreckenbomber, wird er klassisch als Shot serviert — entweder pur oder flambiert. Die Schichtung ist das Markenzeichen: Wer sie sauber hinbekommt, zeigt handwerkliches Geschick an der Bar.
Und das brauchst du für den B52
2 cl Kaffeelikör
2 cl Sahnelikör
2 cl Orangenlikör
Darauf kommt es an
Die Schichtung gelingt nur, wenn du die Liköre nach ihrer Dichte sortierst: Kaffeelikör ist am schwersten und bleibt unten, Sahnelikör liegt in der Mitte, Orangenlikör ist am leichtesten und schwimmt oben. Der Barlöffel muss dicht über der vorherigen Schicht liegen, der Likör läuft dann sanft über die Wölbung und verteilt sich, ohne einzutauchen. Manche Barkeeper kippen das Glas leicht, um die Aufprallfläche zu vergrößern. Wichtig: Liköre sollten Zimmertemperatur haben, kalte Flüssigkeit vermischt sich schneller.
Varianten
- Flaming B52 — Orangenlikör nach dem Schichten anzünden, durch einen Strohhalm in einem Zug trinken, solange die Flamme brennt.
- B53 — Orangenlikör durch Sambuca ersetzen, ergibt eine Anis-Note statt Orange.
- B54 — Sahnelikör durch Amaretto ersetzen, bringt Mandel statt Sahne ins Spiel.
Häufige Fragen
Warum vermischen sich die Schichten nicht?
Jeder Likör hat eine andere Dichte, die vom Zuckergehalt abhängt. Kaffeelikör ist schwerer als Sahnelikör, dieser wiederum schwerer als Orangenlikör. Solange du vorsichtig über den Löffelrücken gießt, bleiben die Schichten getrennt.
Kann ich den B52 auch ohne Schichtung mixen?
Ja, dann wird er geschüttelt oder gerührt und im Tumbler serviert — schmeckt gleich, sieht aber weniger spektakulär aus. Die Schichtung ist das optische Alleinstellungsmerkmal.
Ist der B52 immer flambiert?
Nein, die klassische Version wird kalt serviert. Das Flambieren ist eine Showvariante, die vor allem in den 1980er- und 1990er-Jahren populär war.
