Der American Beauty mit Cognac ist ein Drink aus der Frühzeit der Cocktailkultur, der heute fast vergessen ist. Die Kombination aus Cognac, trockenem Wermut, frischem Orangensaft, Grenadine und einem Schuss Portwein ergibt einen vielschichtigen, aromatischen Cocktail mit fruchtiger Süße und würziger Tiefe. Der Name bezieht sich vermutlich auf eine Rosensorte, die um 1900 populär war — passend zur rubinroten Farbe des Drinks.
Und das brauchst du für den American Beauty mit Cognac
3 cl Cognac
3 cl trockener Wermut
2 cl frischer Orangensaft
1 cl Grenadine
1 cl Ruby Port
Darauf kommt es an
Der Portwein wird nicht mitgeschüttelt, sondern zum Schluss aufgegossen — das nennt man Float. Er sinkt langsam durch den Drink und erzeugt einen Farbverlauf von Dunkelrot zu Orange. Wichtig ist frisch gepresster Orangensaft, kein Saft aus der Flasche. Der Cognac sollte nicht zu hochwertig sein, ein VS oder VSOP reicht völlig. Die Grenadine sorgt für Farbe und Süße, aber wenn du zu viel nimmst, wird der Drink sirupartig. Manche Rezepte verwenden noch einen Spritzer Absinth oder Pastis — das gibt eine leichte Anisnote, ist aber optional.
Varianten
- American Beauty mit Brandy — Statt Cognac einen anderen Weinbrand verwenden — funktioniert genauso gut und ist günstiger.
- American Beauty mit Crème de Menthe — Einige alte Rezepte ersetzen den Portwein durch weiße Crème de Menthe — ergibt einen minzigeren, leichteren Drink.
Häufige Fragen
Welchen Cognac soll ich verwenden?
Ein VS oder VSOP reicht völlig. Der Cognac wird mit Wermut, Orangensaft und Grenadine kombiniert, da wäre ein teurer XO verschwendet.
Kann ich statt Ruby Port auch Tawny Port nehmen?
Ruby Port ist fruchtiger und kräftiger in der Farbe, was besser zum Drink passt. Tawny funktioniert, ergibt aber einen weniger leuchtenden Farbverlauf.
Muss der Portwein wirklich oben aufgegossen werden?
Nein, du kannst ihn auch mitschütteln. Dann wird der Drink gleichmäßig rubinrot, verliert aber den optischen Effekt des Farbverlaufs.
