Mors ist ein traditionelles russisches Erfrischungsgetränk aus gekochten Beeren — meist Preiselbeeren oder Cranberries. Anders als Saft wird Mors nicht einfach gepresst, sondern die Beeren werden mit Wasser aufgekocht, sodass die Aromen aus Schale und Fruchtfleisch vollständig ins Getränk übergehen. Das Ergebnis ist herb, fruchtig und leicht säuerlich — in Russland wird Mors kalt getrunken, oft leicht gesüßt, und gilt als vitaminreicher Durstlöscher. Die Cranberry-Variante ist die bekannteste.
Und das brauchst du für den Klyukvenny Mors (Клюквенный морс)
200 g frische oder gefrorene Cranberries
1 Liter Wasser
3–4 EL Zucker (oder nach Geschmack)
optional: 1 Zimtstange oder 2–3 Nelken
Darauf kommt es an
Der Unterschied zu Saft liegt im Kochen: Durch die Hitze lösen sich Tannine und Aromastoffe aus der Beerenschale, die dem Mors seine typische herbe Note geben. Manche Barkeeper pressen einen Teil der rohen Beeren vorher aus und geben den frischen Saft erst nach dem Abseihen wieder dazu — so bleibt mehr Vitamin C erhalten und die Farbe wird leuchtender. In Russland wird Mors oft ohne Eis getrunken, einfach gut gekühlt aus dem Kühlschrank. Wer es süßer mag, kann mit Honig statt Zucker arbeiten, das gibt eine weichere Süße.
Varianten
- Preiselbeeren-Mors — Statt Cranberries 200 g Preiselbeeren verwenden — etwas milder und weniger sauer.
- Mors mit Minze — Nach dem Abseihen frische Minzblätter hinzufügen und mitziehen lassen — erfrischender im Sommer.
- Mors mit Ingwer — Ein Stück frischen Ingwer mitkochen für eine leicht scharfe, wärmende Note.
Häufige Fragen
Kann ich auch andere Beeren verwenden?
Ja, Mors funktioniert auch mit Johannisbeeren, Heidelbeeren oder Sanddorn. Die Kochzeit bleibt gleich, nur die Süße muss angepasst werden.
Wie lange hält sich Mors im Kühlschrank?
Gut verschlossen etwa 3–4 Tage. Ohne Konservierungsstoffe fängt er danach an zu gären.
Muss ich frische Cranberries nehmen?
Nein, gefrorene Cranberries funktionieren genauso gut und sind oft günstiger. Einfach unaufgetaut in den Topf geben.
