Der Martini ist der Inbegriff des trockenen, eleganten Cocktails – reduziert auf zwei Zutaten, aber mit unendlicher Präzision. Entscheidend ist das Verhältnis von Gin oder Wodka zu Wermut, das je nach Geschmack zwischen 2:1 und 8:1 variiert. Serviert wird er eiskalt, mit einer Olive oder einem Hauch Zitronenschale. Wer ihn richtig mixt, spürt: Hier zählt jedes Detail – vom Rühren bis zur Garnitur.
Und das brauchst du für den Martini Cocktail Classic
- 7 clLondon Dry Gin oder Wodka
- 1 cltrockener Wermut
- 1grüne Olive (in Salzlake) oder 1 Stück Schale von 1 Bio-Zitrone (ca. 4 cm lang, 2 cm breit)
Darauf kommt es an
Der Martini lebt von der Temperatur: Das Glas sollte eiskalt sein, aber der Drink selbst darf nicht zu stark verwässern. Verwende daher große Eiswürfel und rühre gerade so lange, bis das Glas beschlägt – etwa 30 Sekunden. Wer es besonders trocken mag, kann den Wermut vor dem Rühren kurz über das Eis gießen und wieder abseihen (das nennt man 'Washing'). Die Olive sollte in Salzlake liegen, nicht in Öl – das verändert den Geschmack. Und: Ein Martini wird nie mit Zitronensaft oder Zucker serviert. Wer das bestellt, hat den Klassiker nicht verstanden.
Varianten
- Dirty Martini — Mit 1 cl Olivenlake statt Wermut – salziger, erdiger Geschmack. Die Olive ist Pflicht.
- Vodka Martini — Mit Wodka statt Gin – neutraler, aber genauso trocken. Ideal für Puristen, die keine botanischen Noten mögen.
- Wet Martini — Mit 2 cl Wermut – weicher, weniger herb. Für alle, die den klassischen Martini zu scharf finden.
Häufige Fragen
Warum wird der Martini gerührt und nicht geschüttelt?
Gin und Wermut sind klare Spirituosen, die durch Schütteln trüb werden. Rühren kühlt den Drink gleichmäßig ab, ohne Luft einzubringen – das Ergebnis ist seidig und klar. James Bond mag seinen Martini geschüttelt, aber Barkeeper wissen: Das ist ein Sakrileg.
Kann ich den Wermut weglassen?
Theoretisch ja – dann wird es ein 'Gin Straight Up'. Aber ein Martini ohne Wermut ist kein Martini. Der Wermut rundet den Gin ab und gibt dem Drink seine charakteristische Trockenheit. Wer ihn weglässt, mixt einen anderen Cocktail.
Warum beschlägt das Rührglas beim Rühren?
Das Beschlagen zeigt, dass der Drink die richtige Temperatur erreicht hat. Die Kälte des Eises lässt die Luftfeuchtigkeit am Glas kondensieren – ein Zeichen, dass der Martini servierfertig ist. Nicht zu früh abseihen, sonst ist er zu warm.





