Der Rose Cocktail ist ein eleganter Aperitif aus der Frühzeit der Barkultur, der durch seine Balance zwischen trockenem Vermouth und der fruchtigen Süße von Kirschlikör besticht. Die Kombination ergibt einen blumig-herben Drink mit dezenter Kirschnote, der vor allem in Frankreich und den USA zu Beginn des 20. Jahrhunderts beliebt war. Heute ist er ein Geheimtipp für alle, die klassische Vermouth-Cocktails schätzen.
Und das brauchst du für den Rose Cocktail
4 cl trockener Vermouth
2 cl Kirschlikör
1 Spritzer Angostura Bitters
Darauf kommt es an
Der Rose Cocktail lebt vom Verhältnis zwischen Vermouth und Kirschlikör. Viele Rezepte verwenden zu viel Kirschlikör, wodurch der Drink zu süß wird. Das klassische Verhältnis 2:1 lässt die Kräuternoten des Vermouth durchkommen, während die Kirsche nur einen dezenten Akzent setzt. Der Angostura Bitters ist nicht optional — er bindet die Aromen und gibt dem Drink Tiefe. Wichtig: wirklich rühren, nicht schütteln, sonst wird der Drink trüb und verliert seine seidige Textur.
Varianten
- French Rose — Mit 3 cl trockenem Vermouth, 2 cl Kirschlikör und 1 cl Cognac für mehr Körper
- Rose Royale — Mit 3 cl trockenem Vermouth und 1,5 cl Kirschlikör, aufgefüllt mit Champagner
Häufige Fragen
Welcher Kirschlikör eignet sich am besten?
Ein trockener Cherry Brandy oder Maraschino funktioniert gut. Maraschino ist herber und gibt dem Drink mehr Finesse, Cherry Brandy ist fruchtiger und zugänglicher. Vermeide zu süße Kirschliköre.
Kann ich auch süßen Vermouth verwenden?
Ja, dann wird der Drink deutlich süßer und vollmundiger. Reduziere in diesem Fall den Kirschlikör auf 1,5 cl und erhöhe eventuell die Bitters-Menge leicht.
Brauche ich wirklich eine Cocktailschale?
Ein gekühltes Martiniglas funktioniert genauso gut. Wichtig ist nur, dass das Glas vorher gekühlt wird, damit der Drink nicht zu schnell warm wird.
