Der White Cloud schwebt wie sein Namensvetter über dem Glas – ein Cocktail, der Gin mit der Frische von Gurke und Zitrus verbindet, ohne schwer zu wirken. Die Kombination aus floralem London Dry Gin, knackiger Gurke und einem Hauch von Zitronenmelisse ergibt ein Getränk, das nach Sommer schmeckt, aber das ganze Jahr über funktioniert. Die Textur ist seidig, fast schon schaumig, dank des Eiweißes, das hier nicht nur für Stabilität sorgt, sondern auch für eine cremige, fast wolkige Konsistenz. Ein Drink, der überrascht, weil er trotz seiner Leichtigkeit Tiefe hat.
Und das brauchst du für den White Cloud
5 cl London Dry Gin
2 cl Zitronensaft
1,5 cl Zuckersirup (2:1)
2 dünne Scheiben Gurke (ca. 30 g, plus eine zum Garnieren)
6 frische Zitronenmelissenblätter
1 Eiweiß (frisch, ca. 30 ml)
1 Spritzer Sodawasser (ca. 1 cl, optional für mehr Leichtigkeit)
Darauf kommt es an
Das Geheimnis liegt im Timing des Eiweißes: Ein zu kurzer Dry Shake führt zu einer wässrigen, instabilen Textur, ein zu langer macht den Drink zäh. Die Gurke sollte nicht püriert, sondern nur leicht angedrückt werden – ihr Saft gibt Feuchtigkeit, aber die festen Stücke würden den Schaum brechen. Wer es noch aromatischer mag, kann die Zitronenmelisse vor dem Andrücken kurz zwischen den Handflächen reiben, um die ätherischen Öle freizusetzen. Serviert wird der White Cloud ohne Eis, aber die Coupette sollte eiskalt sein – ein warmer Rand zerstört die cremige Konsistenz sofort.
Varianten
- Green Cloud — Ersetze die Gurke durch 3 cl pürierten Spinat (passiert) und reduziere den Zuckersirup auf 1 cl. Die Farbe wird intensiv grün, der Geschmack erdiger, aber immer noch erfrischend. Passt gut zu einem Gin mit kräftiger Wacholdernote.
- White Cloud Fizz — Statt Sodawasser 3 cl Champagner oder trockenen Prosecco hinzufügen. Der Drink wird spritziger und eleganter, verliert aber etwas von seiner cremigen Textur. Ideal für besondere Anlässe.
Häufige Fragen
Kann ich das Eiweiß weglassen?
Ja, aber der Drink verliert seine charakteristische cremige Textur und wirkt dann eher wie ein klassischer Sour. Wer kein rohes Ei verwenden möchte, kann 1 cl Aquafaba (Kichererbsenwasser) als vegane Alternative nehmen – das Ergebnis ist ähnlich, aber nicht ganz so stabil.
Welcher Gin eignet sich am besten?
Ein London Dry Gin mit deutlicher floraler Note, wie Lavendel oder Kamille, funktioniert am besten. Zu wacholderlastige Gins überdecken die Gurke und Zitronenmelisse. Ein Gin mit leichtem Zitrusanteil kann die Säure des Zitronensafts unterstützen.
Warum schmeckt mein White Cloud bitter?
Wahrscheinlich wurden die Gurke oder Zitronenmelisse zu stark angedrückt oder zu lange im Shaker belassen. Beide Zutaten geben schnell Bitterstoffe ab. Besser: Nur kurz andrücken und sofort mit den anderen Zutaten mischen.
