Der Tipperary ist ein gerührter Whisky-Cocktail, der irische Eleganz mit kontinentaler Kräuterkomplexität verbindet. Hier trifft Irish Whiskey auf grünen Chartreuse und roten Wermut – eine Kombination, die nach Torf, Honig und wilden Alpenkräutern schmeckt. Der Drink ist trocken, aber nicht herb, stark, aber nicht überwältigend. Perfekt für Whisky-Liebhaber, die mehr als nur einen Old Fashioned wollen.
Und das brauchst du für den Tipperary
5 cl Irish Whiskey
2 cl grüner Chartreuse
2 cl roter Wermut
1 Dash Orange Bitters
Darauf kommt es an
Der Chartreuse ist der Schlüssel: Er muss grün sein, nicht gelb. Grüner Chartreuse hat mehr Kräuterwürze und eine leicht rauchige Note, die den Irish Whiskey stützt. Rühre nicht zu lange – der Drink soll kühl sein, aber nicht verwässert. Das Eis im Rührglas sollte groß sein (mindestens 2 cm Kantenlänge), damit es langsam schmilzt. Die Orangenzeste erst kurz vor dem Servieren ausdrücken: Die Öle verflüchtigen sich schnell und geben dem Drink eine frische, fast blumige Spitze.
Varianten
- Tipperary No. 2 — Ersetze den grünen Chartreuse durch gelben Chartreuse für eine mildere, honigbetonte Variante. Der Drink wird süßer und weniger komplex, aber immer noch ausgewogen.
- Tipperary Highball — Verdünne den klassischen Tipperary mit 6 cl kaltem Sodawasser und serviere ihn im Highball-Glas über Eis. Garnier mit einer Zitronenzeste für Frische.
Häufige Fragen
Kann ich statt Irish Whiskey auch Scotch Whisky verwenden?
Ja, aber der Charakter ändert sich. Scotch Whisky bringt mehr Rauch und Torf mit, was den Chartreuse überdecken kann. Wenn du Scotch nimmst, wähle einen leichteren Blended Scotch Whisky oder einen Lowland Single Malt, um die Balance zu halten.
Warum heißt der Cocktail Tipperary?
Der Name stammt aus einem alten irischen Volkslied (It’s a Long Way to Tipperary), das im Ersten Weltkrieg populär war. Der Drink selbst hat keine direkte Verbindung zur Region Tipperary – der Name ist eher eine Hommage an irische Kultur.
Kann ich den Drink ohne Bitters machen?
Technisch ja, aber der Dash Orange Bitters rundet die Kräuteraromen ab und gibt dem Drink Tiefe. Ohne Bitters wirkt der Tipperary flacher, fast wie ein einfacher Whisky-Wermut-Mix.



