Der What the Dickens ist kein Punsch, sondern ein präziser, heißer Gin-Drink, der nach Zitrone und Gewürzen schmeckt. Ursprünglich ein einfacher Gin-Toddy, wird er hier mit frischer Zitrusnote und einer Prise Muskat veredelt. Perfekt für kalte Abende, wenn man etwas Wärmendes braucht, das trotzdem erfrischend bleibt. Der Gin bleibt spürbar, aber die Hitze und die Säure machen ihn zugänglicher als ein purer Gin.
Und das brauchst du für den What the Dickens
- 4 clLondon Dry Gin
- 2 clfrisch gepresster Zitronensaft
- 1,5 clZuckersirup (1:1)
- 12 clheißes Wasser (frisch aufgekocht, nicht kochend)
- 1dünne Zitronenscheibe (unbehandelt, mit Schale)
- frisch geriebene Muskatnuss (etwa eine Messerspitze)
Darauf kommt es an
Das heiße Wasser sollte nicht kochend sein, sonst verdampft der Alkohol zu schnell und der Gin verliert seine Aromen. Ideal sind etwa 80–85 °C – einfach kurz abkühlen lassen, nachdem es aufgekocht ist. Die Zitronenscheibe nicht nur als Deko verwenden: Wenn man sie vor dem ersten Schluck leicht ausdrückt, verteilt sich das Zitrusöl im Drink und verstärkt die Frische. Wer es noch intensiver mag, reibt vor dem Servieren die Schale der Scheibe über den Glasrand, sodass die Öle direkt in die Nase steigen.
Varianten
- What the Dickens mit Honig — Ersetze den Zuckersirup durch 1 cl flüssigen Honig (am besten Akazien- oder Lindenhonig). Der Honig gibt dem Drink eine blumige Süße und eine leicht klebrige Textur. Besonders gut passt das zu Gin mit floralen Noten wie Lavendel oder Holunder.
- Kalter Dickens — Für eine erfrischende Variante: Alle Zutaten außer dem heißen Wasser mit Eiswürfeln im Shaker schütteln und in ein gekühltes Old-Fashioned-Glas abseihen. Mit Sodawasser auffüllen und mit einer Zitronenzeste garnieren. Schmeckt wie ein Gin Sour mit Gewürznoten.
Häufige Fragen
Kann ich statt Zitronensaft Limettensaft nehmen?
Ja, aber der Geschmack verändert sich deutlich. Limette ist intensiver und herb, während Zitrone milder und fruchtiger wirkt. Wenn du Limette nimmst, reduziere die Menge auf 1,5 cl, sonst überdeckt die Säure den Gin.
Muss es unbedingt London Dry Gin sein?
London Dry Gin ist ideal, weil er kräftige Wacholder- und Zitrusnoten hat, die sich gut mit der Hitze vertragen. Ein milderer Gin wie ein floraler oder fruchtiger New Western Gin kann funktionieren, aber der Drink verliert dann an Charakter. Probier es aus, aber bleib bei hochwertigem Gin – billige Sorten schmecken nach dem Erhitzen oft seifig.
Warum schmeckt mein Drink wässrig?
Das passiert, wenn das Wasser zu heiß ist oder zu lange steht. Der Alkohol verdampft dann zu schnell, und die Aromen verflüchtigen sich. Verwende Wasser, das gerade nicht mehr kocht, und serviere den Drink sofort. Falls du ihn vorbereiten musst, halte ihn in einer Thermoskanne warm – aber nicht länger als 30 Minuten.





