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Was ist Limonade? – Was ist das?

Limonade ist ein kohlensäurehaltiges Erfrischungsgetränk auf Basis von Wasser, Zucker und Säure, meist mit Fruchtaroma. Hinter der Bar begegnet dir der Begriff in zwei Welten: als industrielles Softdrink-Produkt aus der Flasche und als hausgemachter Sirup mit Soda. Der Unterschied ist nicht nur geschmacklich enorm, sondern auch rechtlich geregelt.

Was Limonade rechtlich ist

In Deutschland definiert die Fruchtsaft- und Erfrischungsgetränkeverordnung, was sich Limonade nennen darf: ein Getränk aus Trinkwasser, natürlichen Aromastoffen oder Fruchtsaft, Zucker und Kohlensäure. Der Mindestgehalt an Fruchtaroma oder Fruchtsaft liegt bei mageren zwei Prozent, bei Zitrone reicht sogar ein Prozent. Deshalb schmecken viele Industrielimonaden nach Chemie und Zucker, nicht nach Frucht. Der Zuckergehalt muss mindestens sieben Prozent betragen, nach oben gibt es keine Grenze. Cola, Orangenlimonade und Zitronenlimonade sind die Klassiker, aber auch exotische Varianten mit Mango oder Maracuja tragen den Namen.

Hausgemachte Limonade in der Bar

Hinter der Bar bedeutet Limonade oft etwas anderes: ein selbst hergestellter Sirup, der mit Sodawasser aufgegossen wird. Du kochst Zucker mit Wasser, Fruchtsaft und Zitronensäure auf, lässt das Ganze ziehen und füllst es ab. Der Sirup hält sich gekühlt mehrere Wochen. Auf Bestellung gibst du zwei bis drei Zentiliter in ein Glas mit Eis und füllst mit Soda auf. Das Ergebnis ist frischer, weniger süß und individuell dosierbar. Viele Bars bieten drei bis fünf Sorten an – Ingwer-Zitrone, Holunder, Rhabarber oder Gurke-Minze. Der Vorteil: Du kontrollierst Zuckergehalt, Säure und Intensität. Der Nachteil: Es ist Arbeit, und die Haltbarkeit ist begrenzt.

Limonade im Cocktail

In klassischen Cocktails spielt Limonade kaum eine Rolle, weil die meisten Rezepte aus einer Zeit stammen, in der es nur frische Zutaten gab. Moderne Drinks wie der Aperol Spritz oder der Moscow Mule nutzen aber industrielle Limonaden als Filler – Prosecco ist technisch keine Limonade, Ginger Beer schon. In Tiki-Bars und bei Longdrinks ist Limonade als Volumenspender beliebt: Sie bringt Süße, Säure und Kohlensäure in einem. Vorsicht bei der Dosierung: Industrielimonaden sind extrem süß, das kann einen Drink kippen. Hausgemachte Varianten lassen sich besser steuern, weil du den Sirup separat dosierst und mit neutralem Soda auffüllst.

Häufige Irrtümer

Viele glauben, Limonade sei immer gelb und zitronig – das ist historisch bedingt, weil Zitronenlimonade die erste industriell verbreitete Sorte war. Tatsächlich gibt es Limonade in jeder Farbe und mit jedem Aroma. Ein zweiter Irrtum: Limonade ist immer süß. Stimmt rechtlich, aber moderne Craft-Limonaden und Hausrezepturen arbeiten oft mit deutlich weniger Zucker und mehr Säure. Dritter Punkt: Limonade ist dasselbe wie Softdrink. Nein. Softdrink ist der Oberbegriff, Limonade eine Unterkategorie. Cola ist ein Softdrink, aber keine Limonade im rechtlichen Sinn, weil sie nach Kola-Nuss schmeckt, nicht nach Frucht. Und: Limonade muss nicht zwingend Kohlensäure enthalten – es gibt auch stille Varianten, die heißen dann aber meist anders.

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Häufige Fragen

Kann ich Limonade selbst herstellen?

Ja, und es ist einfacher als gedacht. Du brauchst Zucker, Wasser, Zitronensäure und Fruchtaroma – entweder als Saft, Püree oder Schale. Alles aufkochen, ziehen lassen, abseihen, abfüllen. Der Sirup hält sich gekühlt mehrere Wochen. Auf Bestellung mit Sodawasser auffüllen.

Warum schmeckt Industrielimonade so süß?

Weil die Hersteller gesetzlich mindestens sieben Prozent Zucker verwenden müssen, viele aber deutlich mehr nehmen – bis zu zwölf Prozent. Das entspricht etwa 25 Gramm Zucker pro Viertelliter. Dazu kommt, dass der Fruchtanteil oft nur bei ein bis zwei Prozent liegt, der Rest ist Aroma und Süße.

Ist Limonade das Gleiche wie Soda?

Nein. Soda ist reines Wasser mit Kohlensäure, ohne Zucker und ohne Aroma. Limonade enthält immer Zucker und Geschmack. In der Bar nutzt du Soda, um hausgemachten Limonadensirup aufzufüllen – dann wird aus Soda Limonade.

Welche Limonade passt zu welchem Drink?

Zitronenlimonade passt zu hellen Spirituosen wie Gin oder Wodka, Ingwerlimonade zu Whiskey oder dunklem Rum. Holunderlimonade harmoniert mit Prosecco oder Weißwein, Rhabarberlimonade mit Gin. Industrielimonaden sind oft zu dominant, hausgemachte lassen sich besser abstimmen.

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