Der Tricolor ist kein Cocktail, den man trinkt, sondern einer, den man bestaunt. Drei klare Schichten in Grün, Blau und Rot lagern übereinander, ohne sich zu vermischen – ein optisches Spiel, das nach Minze, Orange und Kirsche schmeckt. Perfekt für Partys, weil er ohne Shaker auskommt und trotzdem Eindruck macht. Wer ihn mixt, sollte Geduld mitbringen: Jede Schicht braucht ihre eigene Kälte und eine ruhige Hand. Das Ergebnis ist ein Shot, der nicht nur schmeckt, sondern auch im Gedächtnis bleibt.
Und das brauchst du für den Tricolor
- 2 clCrème de Menthe (grüner Likör auf Basis von Minzöl und neutralem Alkohol)
- 2 clBlue Curaçao (blauer Orangenlikör, hergestellt aus getrockneten Curaçao-Orangenschalen)
- 2 clroter Maraschino (Kirschlikör, traditionell aus Maraska-Kirschen)
Darauf kommt es an
Der Trick liegt nicht im Gießen, sondern im Vorbereiten. Die Liköre müssen dieselbe Temperatur haben, sonst bricht die Schichtung sofort zusammen. Wer es besonders präzise mag, füllt die Flüssigkeiten mit einer Pipette oder einem kleinen Messbecher ein – Tropfen für Tropfen. Ein weiterer Profi-Tipp: Die Dichte der Liköre spielt eine Rolle. Crème de Menthe ist meist etwas schwerer als Blue Curaçao, aber nicht jede Charge verhält sich gleich. Falls die Schichten sich vermischen, einfach die Reihenfolge testen: Manchmal funktioniert es besser, wenn der Maraschino als zweite Schicht kommt.
Varianten
- Tricolor mit Wodka-Basis — Ersetze die Hälfte des Blue Curaçao durch klaren Wodka und färbe ihn mit einem Tropfen blauer Lebensmittelfarbe. Das reduziert die Süße und macht den Shot etwas neutraler im Geschmack.
- Herbal Tricolor — Tausche den Maraschino gegen einen grünen Kräuterlikör wie Chartreuse Verte aus. Die Schichtung wird dann grün-gelb-grün, mit einem deutlich würzigeren Aroma.
Häufige Fragen
Warum vermischen sich die Schichten nicht?
Die Liköre haben unterschiedliche Dichten und Zuckergehalte. Crème de Menthe ist meist die schwerste, Blue Curaçao leichter und Maraschino noch leichter. Solange die Flüssigkeiten kalt sind und langsam eingegossen werden, bleiben sie getrennt. Wärme oder zu schnelles Gießen zerstört die Schichtung sofort.
Kann ich den Tricolor auch in einem größeren Glas machen?
Ja, aber die Mengen müssen angepasst werden. Für ein kleines Likörglas (4 cl) reichen 1 cl pro Schicht. Wichtig ist, dass das Glas schmal und hoch ist – in einem breiten Glas verlaufen die Farben schneller.
Was tun, wenn die Schichten sich doch vermischen?
Einfach neu anfangen. Die Liköre noch einmal kühlen und diesmal langsamer gießen. Falls es wiederholt nicht klappt, hilft es, die Reihenfolge der Schichten zu ändern oder einen Likör mit höherer Dichte (z. B. Crème de Cassis) als unterste Schicht zu verwenden.





