Der Strega Daiquiri ersetzt den Zuckersirup des klassischen Daiquiri durch Strega, einen italienischen Kräuterlikör mit über 70 Botanicals. Das Ergebnis ist ein komplexer Sour, bei dem Safran, Minze und Vanille die Säure der Limette umschmeicheln, während weißer Rum die Basis bildet. Der goldgelbe Likör färbt den Drink dezent und bringt eine würzige Süße mit, die den Daiquiri in eine völlig neue Richtung lenkt.
Und das brauchst du für den Strega Daiquiri
5 cl weißer Rum
2,5 cl frischer Limettensaft
1,5 cl Strega
Darauf kommt es an
Die Menge an Strega ist entscheidend: Zu viel überwältigt die Limette mit seiner intensiven Kräuterwürze, zu wenig macht den Drink zu einem gewöhnlichen Daiquiri mit gelbem Schimmer. 1,5 cl sind der Punkt, an dem Safran und Minze durchkommen, ohne dominant zu werden. Wer Strega nicht kennt: Der Likör ist süßer als Chartreuse, aber weniger aggressiv — die 40 Prozent Alkohol machen ihn zu einem vollwertigen Modifier, nicht nur zu einem Süßungsmittel. Manche Barkeeper geben einen Spritzer Angostura dazu, um die Kräuternoten zu unterstreichen, aber das ist Geschmackssache.
Varianten
- Strega Sour — 4 cl weißer Rum, 2 cl Strega, 2,5 cl Limettensaft, 1 cl Zuckersirup, mit Eiweiß geschüttelt, auf Eis im Tumbler serviert
- Strega Margarita — Blanco Tequila statt Rum, sonst identische Proportionen, mit Salzrand
Häufige Fragen
Kann ich einen anderen Kräuterlikör verwenden?
Gelber Chartreuse funktioniert, ist aber deutlich intensiver und trockener — dann nur 1 cl verwenden und eventuell 0,5 cl Zuckersirup ergänzen. Grüner Chartreuse ist zu dominant.
Welcher Rum passt am besten?
Ein leichter kubanischer oder puerto-ricanischer weißer Rum lässt dem Strega genug Raum. Jamaikanischer Rum mit starken Estern kämpft gegen die Kräuter an.
Warum wird der Drink doppelt abgeseiht?
Eissplitter würden den Drink verwässern und die Balance zwischen Süße, Säure und Kräutern verschieben. In der Coupette soll er klar und unverdünnt ankommen.
