Smorodinowka ist ein traditioneller russischer Likör, der aus schwarzen Johannisbeeren, Wodka und Zucker hergestellt wird. Der Name leitet sich vom russischen Wort für schwarze Johannisbeere (смородина) ab. Anders als bei vielen modernen Likören wird hier die Frucht nicht nur ausgezogen, sondern auch die Blätter der Johannisbeere mitverwendet, was dem Likör eine besondere krautige Note verleiht. Das Ergebnis ist ein tiefroter, aromatischer Likör mit intensivem Beerenaroma, der pur, auf Eis oder als Basis für Longdrinks getrunken wird.
Und das brauchst du für den Smorodinowka (Смородиновка – Schwarze-Johannisbeer-Likör)
500 g schwarze Johannisbeeren
10–15 frische Johannisbeerblätter
700 ml Wodka
300 g Zucker
200 ml Wasser
Darauf kommt es an
Die Johannisbeerblätter sind kein Zufall, sondern gehören zum klassischen Rezept. Sie geben dem Likör eine leicht grüne, krautige Note, die das süße Beerenaroma ausbalanciert und an den Geruch eines Johannisbeerstrauchs im Sommer erinnert. Wichtig ist, nur junge, frische Blätter zu verwenden, keine welken oder braunen. Manche Rezepte verwenden auch getrocknete Blätter, aber frische bringen mehr Aroma. Die Ziehzeit sollte man wirklich einhalten: Nach vier Wochen hat der Wodka die Aromen vollständig aufgenommen, und die anschließende Ruhephase nach dem Süßen sorgt dafür, dass der Likör rund wird und nicht nach zwei getrennten Komponenten schmeckt.
Varianten
- Smorodinowka mit Honig — Zucker durch 250 g Honig ersetzen, mit warmem Wasser auflösen. Gibt eine weichere Süße und zusätzliche Aromen.
- Rote Johannisbeer-Variante — Statt schwarzer rote Johannisbeeren verwenden. Ergibt einen helleren, säuerlicheren Likör mit weniger Tiefe.
- Gewürzte Smorodinowka — Einige Nelken, ein Stück Zimtstange oder Sternanis mitziehen lassen für eine winterliche Version.
Häufige Fragen
Kann ich auch gefrorene Johannisbeeren verwenden?
Ja, gefrorene Beeren funktionieren gut. Vor der Verwendung antauen lassen und mit dem austretenden Saft verwenden. Die Zellstruktur ist durch das Einfrieren bereits aufgebrochen, was den Auszug sogar beschleunigen kann.
Wie lange ist Smorodinowka haltbar?
Durch den hohen Alkohol- und Zuckergehalt ist der Likör mindestens ein Jahr haltbar, oft deutlich länger. Kühl und dunkel lagern. Mit der Zeit kann die Farbe etwas nachdunkeln, der Geschmack bleibt aber erhalten.
Muss ich die Beeren wirklich ausdrücken?
Ja, in den Beeren steckt nach der Ziehzeit noch viel Aroma und Farbe. Gut ausdrücken, aber nicht so stark, dass Fruchtfleisch in den Likör gelangt. Das macht ihn trüb und verkürzt die Haltbarkeit.
Woher bekomme ich Johannisbeerblätter?
Entweder vom eigenen Strauch oder auf dem Markt nachfragen. Alternativ in russischen oder osteuropäischen Lebensmittelgeschäften nach getrockneten Blättern fragen. Notfalls kann man den Likör auch ohne Blätter machen, verliert dann aber die typische krautige Note.
