Der Sazerac ist der älteste bekannte Cocktail der Welt und ein Meisterwerk der Balance: Rye Whiskey bringt Pfeffer und Vanille, Absinth eine blumige Tiefe, und ein Hauch Zitrus rundet die Bitterkeit des Peychaud’s Bitters ab. Das Originalrezept von 1850 verzichtet auf Zucker – stattdessen wird ein Stück Zuckerwürfel mit Bitters getränkt und direkt im Glas zerdrückt. Kein Schnickschnack, nur Präzision.
Und das brauchst du für den Sazerac 1850
- 1 StückZuckerwürfel
- 3 DashesPeychaud’s Bitters
- 5 clRye Whiskey
- 1 DashAbsinth (für die Glas-Spülung)
- Zitronenzeste (nur die Schale, kein Fruchtfleisch)
Darauf kommt es an
Der Trick liegt im Absinth: Nicht zu viel – ein einziger Dash reicht, um das Glas zu benetzen. Zu viel Absinth überdeckt die subtilen Aromen des Rye Whiskeys. Der Zuckerwürfel wird *nicht* in Wasser aufgelöst, sondern direkt mit den Bitters getränkt. Das ergibt eine trockenere, komplexere Süße. Und: Immer frische Zitronenzeste verwenden – die Öle verfliegen schnell und sind essenziell für das Finish.
Varianten
- Sazerac mit Bourbon — Ersetze den Rye Whiskey durch Bourbon Whiskey. Der Drink wird weicher, mit mehr Vanille und Karamell, verliert aber etwas von der pfeffrigen Schärfe. Ideal für Einsteiger.
- Cognac Sazerac — Traditionell wurde der Sazerac mit Cognac zubereitet, bevor Rye Whiskey die Basisspirituose wurde. Fruchtiger und blumiger, aber weniger würzig. Verwende einen jungen, trockenen Cognac.
Häufige Fragen
Kann ich statt Peychaud’s Bitters andere Bitters verwenden?
Nein. Peychaud’s Bitters sind essenziell – sie bringen eine einzigartige Mischung aus Anis, Nelke und leichtem Zitrus mit, die den Sazerac definiert. Angostura Bitters würden den Drink zu holzig machen.
Warum wird das Glas mit Absinth ausgespült?
Der Absinth hinterlässt einen hauchdünnen Film, der mit jedem Schluck eine blumig-würzige Note freisetzt. Das ist kein Aromatisieren, sondern ein subtiles Verstärken der vorhandenen Aromen.
Muss es ein Zuckerwürfel sein?
Ja. Kristallzucker oder Sirup verändern die Textur und Süße. Ein Würfel löst sich langsam und ungleichmäßig – genau das erzeugt die gewünschte, leicht körnige Süße.





