Und das brauchst du für den Penicillin
6 cl blended Scotch Whisky (z. B. Famous Grouse, Monkey Shoulder)
2 cl frischer Zitronensaft
2 cl Honig-Ingwer-Sirup
0,75 cl Islay Single Malt (z. B. Laphroaig 10, Ardbeg)
3 Scheiben frischer Ingwer (für Sirup)
kandierter Ingwer zur Garnitur
Darauf kommt es an
Der Float ist der entscheidende Moment: Halte den Barlöffel knapp über die Oberfläche, gieße den rauchigen Whisky langsam über die Rückseite – so verteilt er sich als dünne Schicht und du riechst bei jedem Schluck zuerst den Torfrauch, bevor die süß-scharfe Ingwer-Honig-Note kommt. Viele machen den Fehler, den Islay einfach reinzukippen; dann vermischt er sich und der Effekt verpufft. Der Sirup sollte noch leicht warm sein, wenn du den Ingwer abseihen – so löst sich mehr ätherisches Öl. Im Kühlschrank hält er sich zwei Wochen, danach wird er bitter.
Varianten
- Coal Miner — Mit Mezcal statt Islay Single Malt als Float – rauchig, aber mit agaviger Süße statt Torf.
- Oaxacan Penicillin — Komplett mit Mezcal statt Scotch, dazu Agavensirup statt Honig – mexikanische Interpretation.
- Winter Penicillin — Mit einem Schuss Apfelsaft und einem Hauch Zimt im Sirup – wärmender für kalte Tage.
Häufige Fragen
Welchen Scotch nehme ich für die Basis?
Ein milder blended Scotch ohne Rauch – Famous Grouse, Monkey Shoulder oder Johnnie Walker Red. Kein Islay in der Basis, sonst wird's zu dominant.
Kann ich fertigen Ingwersirup verwenden?
Geht, aber frischer Ingwer macht den Unterschied. Fertigsirup ist oft zu süß und hat weniger Schärfe. Notfalls King's Ginger Likör (dann Honigmenge reduzieren).
Wie viel Rauch darf es sein?
0,75 cl sind Standard – wer's rauchiger mag, geht auf 1 cl. Mehr überdeckt den Rest. Laphroaig 10 ist ideal, Ardbeg etwas intensiver.
Warum double strain?
Frischer Ingwer hinterlässt feine Fasern, die im Drink stören. Das Feinsieb fängt sie ab – der Drink wird klar und die Textur bleibt seidig.
