Der New York Sour bekommt hier eine rauchige Wendung: Statt Bourbon oder Rye kommt Mezcal in den Shaker. Das Ergebnis ist ein Sour, der erst zitronig-süß beginnt, dann mit erdiger Schärfe und einem Hauch von Lagerfeuerrauch durchzieht. Der Rotwein-Float legt eine fruchtige Decke darüber – ein Drink, der nach zwei Schlucken schon Geschichten erzählt. Perfekt für alle, die Sour-Cocktails nicht nur sauer, sondern auch komplex mögen.
Und das brauchst du für den New York Sour (Mezcal)
5 cl Mezcal (rauchig, z. B. Espadín)
3 cl frisch gepresster Zitronensaft
2 cl Agavendicksaft (2:1)
1 Eiweiß (frisch, optional für Textur)
3 cl trockener Rotwein (z. B. Tempranillo, leicht gekühlt)
Darauf kommt es an
Der Rotwein-Float ist kein Dekogag, sondern ein Geschmacksträger: Er sollte nicht zu schwer sein, sonst erdrückt er den Mezcal. Wichtig ist die Temperatur – der Wein sollte leicht gekühlt (12–14°C) sein, damit er sich nicht sofort mit dem Sour vermischt. Beim Eingießen den Löffel knapp über der Oberfläche halten und langsam drehen, damit sich eine gleichmäßige Schicht bildet. Wer mag, kann den Wein vorher mit einem Spritzer Zitronensaft ansäuern – das stabilisiert die Schichtung und gibt dem Drink eine zusätzliche Frische.
Varianten
- New York Sour (klassisch) — Ersetze den Mezcal durch 5 cl Bourbon oder Rye Whiskey. Der Agavendicksaft kann durch 2 cl Zuckersirup ersetzt werden. Der Rotwein bleibt gleich.
- Smoky Cherry Sour — Füge 2 cl Kirschlikör (z. B. Heering) zur Mezcal-Mischung hinzu und reduziere den Agavendicksaft auf 1 cl. Der Rotwein-Float wird durch einen Schuss Cherry Brandy ersetzt.
Häufige Fragen
Kann ich den Mezcal durch einen anderen Raucharoma-Spirituosen ersetzen?
Ja, aber der Geschmack ändert sich deutlich. Ein geräucherter Whisky (z. B. Scotch mit starkem Torf) bringt eine andere Art von Rauch mit – weniger erdiger, mehr medizinisch. Ein geräucherter Gin oder Rum funktioniert nicht, da sie zu viele andere Aromen mitbringen, die mit dem Sour-Profil kollidieren.
Warum schwimmt der Rotwein oben und vermischt sich nicht?
Der Unterschied in der Dichte hält die Schichten getrennt: Der Sour ist durch den Zucker und die Säure schwerer als der trockene Rotwein. Solange der Wein nicht zu warm ist und vorsichtig eingegossen wird, bleibt die Schichtung stabil. Ein kleiner Trick: Den Wein vorher kurz in den Gefrierschrank stellen (5 Minuten), damit er kälter ist als der Sour.
Kann ich den Rotwein weglassen?
Technisch ja, dann hast du einen klassischen Mezcal Sour. Aber der Rotwein-Float ist das, was den New York Sour ausmacht – er rundet die Schärfe des Mezcals ab und fügt eine fruchtige Komponente hinzu. Ohne ihn fehlt dem Drink eine Dimension.
