Der Kiss in the Dark ist ein klassischer Cocktail aus der Prohibitionszeit, der Gin mit trockenem Wermut und Kirschlikör kombiniert. Die Mischung erinnert entfernt an einen Martinez, ist aber durch den Kirschlikör fruchtiger und weniger wermutlastig. Der Name spielt auf die dunkle Farbe und die verführerische Wirkung an – ein Drink, der in den Speakeasys der 1920er Jahre für heimliche Rendezvous sorgte. Heute ist er ein eleganter Aperitif für alle, die herbe Klassiker mit einer fruchtigen Note schätzen.
Und das brauchst du für den Kiss in the Dark
4 cl London Dry Gin
2 cl trockener Wermut
2 cl Kirschlikör (Cherry Brandy)
Darauf kommt es an
Der Kiss in the Dark lebt vom Gleichgewicht zwischen Gin und Wermut – zu viel Kirschlikör macht ihn süß und eindimensional. Ich nehme bewusst einen London Dry Gin mit deutlicher Wacholdernote, weil der sich gegen den Kirschlikör behaupten muss. Beim Rühren nicht zu lange arbeiten: Der Drink soll kühl sein, aber nicht verwässern. Manche Rezepte verwenden gleiche Teile aller drei Zutaten, aber dann dominiert der Kirschlikör zu stark. Mit 4 cl Gin bleibt der Charakter eines Gin-Cocktails erhalten, während der Kirschlikör nur Farbe und eine dezente Fruchtnote beisteuert.
Varianten
- Kiss in the Dark mit Maraschino — Statt Kirschlikör 1,5 cl Maraschino-Likör verwenden – trockener und eleganter.
- Perfect Kiss — Je 1 cl trockenen und süßen Wermut verwenden für mehr Komplexität.
Häufige Fragen
Welchen Kirschlikör soll ich verwenden?
Ein klassischer Cherry Brandy funktioniert am besten – nicht zu süß, mit echtem Kirschgeschmack. Kirschlikör auf Neutralalkohol-Basis wird oft zu sirupartig.
Kann ich den Drink auch shaken?
Nein, der Kiss in the Dark wird gerührt. Shaken würde ihn trüb machen und die seidige Textur zerstören, die durch das Rühren entsteht.
Brauche ich eine Garnitur?
Traditionell wird der Kiss in the Dark ohne Garnitur serviert. Wer möchte, kann eine Cocktailkirsche am Glasrand anbringen – aber das ist optional.
