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Cocktail Rezept

Japanese Cocktail Rezept

Basisspirituose
Cognac & Brandy
Getränkegruppe
Sour
Methode
gerührt
Glas
Coupette
Eis
Eiswürfel
Zubereitungszeit
4 Minuten
Portionen
1
Nährwert ca.
206 kcal

Der Japanese Cocktail ist kein Drink aus Japan, sondern ein Brandy-Sour mit einer ungewöhnlichen Kombination aus Orangenlikör und Bitter-Aromen. Er stammt aus der Zeit, als Brandy die dominierende Spirituose in Bars war und Mixer experimentierten, um seine Süße mit herben Noten auszugleichen. Das Ergebnis ist ein ausgewogener, leicht trockener Drink mit einer komplexen Bitter-Orangen-Basis, die sich von klassischen Sours abhebt. Perfekt für alle, die Brandy nicht nur pur oder in Sidecars trinken möchten.

Und das brauchst du für den Japanese Cocktail

6 cl Cognac

1,5 cl Orangenlikör

1 cl Bitter-Orangen-Likör (z. B. Curaçao-Typ, aber nicht blau)

2 Dashes Angostura Bitter

1 Stück Zitronenschale (nur die äußere Schale, ohne das Weiße)

Darauf kommt es an

Der Trick liegt im Bitter-Orangen-Likör: Verwende einen dunklen, leicht herben Curaçao-Typ (keinen blauen Triple Sec!) – er gibt dem Drink Tiefe und verhindert, dass er zu süß wird. Die Zitronenschale wird nicht ins Glas gegeben, sondern nur ihre Öle über dem Drink verteilt. Das reicht, um eine frische Zitrusnote zu erzeugen, ohne den Säurehaushalt zu stören. Wer es noch trockener mag, kann einen zusätzlichen Dash Angostura hinzufügen, aber Vorsicht: Zu viel Bitter macht den Drink hart.

Varianten

  • Japanese Cocktail (geschüttelt) — Für eine leichtere, luftigere Textur kann der Drink auch geschüttelt werden. Die Zutaten werden dann mit Eis im Shaker kräftig geschüttelt und doppelt abgeseiht. Das Ergebnis ist etwas weniger elegant, aber erfrischender – ideal für warme Tage.
  • Brandy Sour mit Maraschino — Ersetze den Bitter-Orangen-Likör durch 0,5 cl Maraschino-Likör und reduziere den Orangenlikör auf 1 cl. Füge zusätzlich 0,5 cl Zitronensaft hinzu. Das ergibt einen weicheren, kirschigen Twist mit mehr Säure.

Häufige Fragen

Kann ich statt Cognac auch einen anderen Brandy verwenden?

Ja, aber der Geschmack ändert sich. Armagnac gibt mehr Frucht und Würze, spanischer Brandy (z. B. Brandy de Jerez) mehr Süße und Vanillenoten. Cognac ist hier die klassische Wahl, weil er eine ausgewogene Balance aus Frucht und Eichenholz bietet.

Warum heißt der Drink ‚Japanese Cocktail‘, wenn er nichts mit Japan zu tun hat?

Der Name stammt vermutlich aus dem 19. Jahrhundert, als alles ‚Exotische‘ in Cocktail-Namen beliebt war. Eine Theorie besagt, dass der Drink für einen japanischen Diplomaten in den USA kreiert wurde – belegt ist das aber nicht. Heute ist der Name einfach Teil seiner Geschichte.

Kann ich den Drink ohne Angostura Bitter machen?

Technisch ja, aber der Drink verliert dann seine charakteristische Tiefe. Angostura rundet die Süße des Orangenlikörs ab und gibt dem Cognac eine würzige Note. Falls du keinen Angostura hast, kannst du stattdessen 1 Dash Orange Bitter oder sogar einen Spritzer Absinth verwenden – aber sparsam dosieren.

Zubereitung

  1. Ein Rührglas mit großen Eiswürfeln füllen. Die Eiswürfel sollten frisch sein, damit der Drink nicht verwässert, aber trotzdem gut gekühlt wird.
  2. 6 cl Cognac, 1,5 cl Orangenlikör, 1 cl Bitter-Orangen-Likör und 2 Dashes Angostura Bitter in das Rührglas geben. Langsam und gleichmäßig mit einem Barlöffel rühren, bis die Flüssigkeit außen am Glas leicht beschlägt – etwa 20–25 Sekunden.
  3. Die Mischung durch ein feines Sieb in eine vorgekühlte Coupette abseihen. Die Zitronenschale über dem Glas ausdrücken, sodass die Öle auf die Oberfläche spritzen, dann die Schale leicht am Rand des Glases abreiben.

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