Cocktail Rezept

Irish Espresso Martini Rezept

Basisspirituose
Cocktail-Klassiker
Methode
geschüttelt
Glas
Martini-Glas (gekühlt)
Eis
Eiswürfel (groß, frisch)
Zubereitungszeit
4 Minuten
Portionen
1

Der Irish Espresso Martini ist kein klassischer Martini, sondern ein geschüttelter Kaffee-Drink, der die rauchige Süße von Irish Whiskey mit der herben Tiefe von Espresso verbindet. Kein Dessert, sondern ein Digestif mit Koffein-Kick: cremig, aber nicht süßlich, stark, aber nicht aufdringlich. Die Kaffeebohnen als Garnitur sind kein Dekor, sondern ein Aromasignal – sie verraten, was gleich im Glas passiert.

Und das brauchst du für den Irish Espresso Martini

5 cl Irish Whiskey

3 cl frisch gebrühter Espresso (ca. 90 °C, nicht älter als 5 Minuten)

2 cl Kaffeelikör (zuckerreduziert, z. B. auf Basis von Arabica-Bohnen)

1 cl Zuckersirup (1:1, nur wenn der Espresso extrem bitter ist – sonst weglassen)

1 Spritzer Orangenbitter (optional, für Komplexität)

Darauf kommt es an

Der Espresso ist der heimliche Star: Er muss *frisch* sein (kein Restkaffee vom Morgen!) und darf nicht kochen, sonst verbrennt er die Aromen des Whiskeys. Ideal ist eine kleine Siebträgermaschine mit 92–94 °C Wassertemperatur – zu heißer Kaffee macht den Drink flach. Der Trick mit dem *kalten* Schütteln (ohne Eis) vor dem eigentlichen Shaken verhindert, dass der Alkohol verdampft und der Drink zu wässrig wird. Wer keinen Orangenbitter hat, kann stattdessen 2 Tropfen Absinth nehmen – das rundet die Röstnoten ab.

Varianten

  • Cold Brew Espresso Martini — Ersetze den heißen Espresso durch 4 cl kalt extrahierten Cold Brew (12 Stunden gezogen, 1:15 Kaffeepulver zu Wasser). Der Drink wird milder, aber weniger aromatisch – ideal für heiße Tage. Kaffeelikör auf 1,5 cl reduzieren, da Cold Brew weniger Säure hat.
  • Irish Coffee Martini — Füge 2 cl leicht geschlagene Sahne hinzu und serviere im Irish Coffee-Glas. Die Sahne wird *nicht* untergerührt, sondern schwimmt oben – der Gast trinkt sie durch den Drink. Nur für Puristen, die den klassischen Irish Coffee im Glas mögen.

Häufige Fragen

Warum schmeckt mein Irish Espresso Martini wässrig?

Entweder war der Espresso zu heiß (über 95 °C) oder das Eis zu klein. Großformatige Eiswürfel (mindestens 3 cm Kantenlänge) schmelzen langsamer und verdünnen den Drink weniger. Alternativ: Den Shaker vor dem Eis kurz mit kaltem Wasser ausspülen, um die Temperatur zu senken.

Kann ich normalen Kaffee statt Espresso nehmen?

Nein. Filterkaffee hat zu viel Säure und zu wenig Körper – der Drink wird dünn und sauer. Wenn kein Espresso da ist, nimm *doppelt so viel* stark gebrühten Mokka (1:10 Kaffeepulver zu Wasser) und reduziere den Kaffeelikör auf 1 cl.

Muss ich die Kaffeebohnen wirklich ins Glas geben?

Ja, aber nicht aus optischen Gründen. Die Bohnen geben beim Trinken winzige Öltropfen ab, die das Aroma verstärken. Wichtig: *Frische* Bohnen verwenden (nicht älter als 2 Wochen nach Röstung) und sie leicht zwischen den Fingern andrücken, bevor sie ins Glas fallen.

Zubereitung

  1. Martini-Glas für mindestens 10 Minuten ins Gefrierfach stellen oder mit Eis kühlen und vor dem Servieren leeren.
  2. 5 cl Irish Whiskey, 3 cl frischen Espresso, 2 cl Kaffeelikör und 1 Spritzer Orangenbitter in einen Boston-Shaker geben. *Nicht* mit Eis füllen – erst schütteln, wenn der Espresso auf etwa 30 °C abgekühlt ist, sonst verdampft das Aroma.
  3. Shaker mit 4–5 großen Eiswürfeln füllen und 15 Sekunden *hart* schütteln, bis das Metall beschlägt. Der Drink sollte sofort cremig werden – wenn nicht, war der Espresso zu heiß oder das Eis zu klein.
  4. In das gekühlte Martini-Glas doppelt abseihen (Feinsieb verwenden, um Kaffeesatz zurückzuhalten). Mit 3 frischen Kaffeebohnen garnieren – *nicht* anbrennen, sondern nur leicht andrücken, damit sie ihr Öl abgeben.

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