Der Southside ist der stille Star unter den Gin-Cocktails: kein Zuckerschock, keine künstliche Süße, nur Gin, Limette und Minze, die sich gegenseitig die Bühne überlassen. Ursprünglich als Sommerdrink für Gartenpartys gedacht, funktioniert er das ganze Jahr – weil er nicht erfrischt, sondern belebt. Die Minze wird nicht zerdrückt, sondern nur kurz angerissen, damit sie ihr Aroma freigibt, ohne bitter zu werden. Ein Drink für Puristen, die Gin nicht verstecken wollen.
Und das brauchst du für den Southside
6 cl London Dry Gin
2 cl Limettensaft (frisch gepresst)
2 cl Zuckersirup (1:1)
8–10 frische Minzblätter
1 Spritzer Sodawasser (optional)
Darauf kommt es an
Die Minze ist kein Garnish, sondern eine Zutat – aber sie darf nicht dominieren. Reibe die Blätter nur kurz an, als würdest du sie wecken, nicht bestrafen. Zu starkes Zerdrücken setzt Bitterstoffe frei, die den Gin überdecken. Beim Schütteln: 10–12 Sekunden sind ideal – kürzer schmeckt der Drink flach, länger wird die Minze zu präsent. Wer mag, kann den Zuckersirup durch 1,5 cl Honigsirup ersetzen, aber dann vorsichtig dosieren: Honig macht den Drink schwerer, der Southside lebt von Leichtigkeit.
Varianten
- Southside Fizz — Mit 3 cl Sodawasser aufgefüllt und in einem Highball-Glas serviert. Die Kohlensäure hebt die Minze hervor, ohne den Gin zu verwässern. Eis: Crushed Ice.
- Southside Royal — Mit 2 cl Champagner statt Sodawasser. Der Schaumwein bringt eine trockene Eleganz, die den London Dry Gin unterstützt. Glas: Champagner-Coupette, kein Eis.
Häufige Fragen
Kann ich getrocknete Minze verwenden?
Nein. Getrocknete Minze verliert ihr frisches Aroma und schmeckt staubig. Der Southside lebt von der Lebendigkeit der frischen Blätter – ohne sie ist es nur ein Gin-Limetten-Drink.
Warum wird der Southside manchmal mit Eiweiß serviert?
Eiweiß macht den Drink cremiger und bindet die Aromen, aber es verändert den Charakter: Aus einem frischen, spritzigen Cocktail wird ein sämiger Sour. Wer es klassisch mag, lässt das Eiweiß weg.
Welcher Gin eignet sich am besten?
Ein London Dry Gin mit klarer Wacholder-Note und wenig Zitrus. Zu blumige oder zitronige Gins überdecken die Minze. Der Gin sollte trocken sein, aber nicht herb – ein guter Mittelweg ist entscheidend.



