Der Godfather ist ein kurzer, kräftiger Drink, der mit nur zwei Zutaten auskommt: Blended Scotch Whisky und Amaretto. Die Kombination aus rauchigem Whisky und mandelig-süßem Likör ergibt ein überraschend ausgewogenes Geschmacksprofil, das weder zu süß noch zu herb wirkt. Ideal für alle, die einen schnellen, aber charaktervollen Whisky-Cocktail suchen – ohne Schnickschnack, aber mit Tiefgang. Perfekt für den Abend auf dem Sofa oder als Digestif nach einem schweren Essen.
Und das brauchst du für den Godfather
4,5 cl Blended Scotch Whisky
2,5 cl Amaretto
1 großer Eiswürfel (oder mehrere kleine)
Darauf kommt es an
Der Trick liegt im Eis: Verwende einen einzigen, großen Eiswürfel statt mehrerer kleiner. Er schmilzt langsamer und verdünnt den Drink nicht zu früh, sodass der Godfather bis zum letzten Schluck seine Intensität behält. Außerdem solltest du den Amaretto *nach* dem Whisky eingießen – so legt sich der Likör sanft über den Whisky und die Aromen vermischen sich harmonischer, als wenn du umgekehrt arbeitest. Wer es noch rauchiger mag, kann einen leicht getorften Scotch Whisky nehmen, aber Vorsicht: Zu viel Rauch überdeckt die Mandelnote des Amaretto.
Varianten
- Godmother — Ersetze den Blended Scotch Whisky durch Wodka. Der Drink wird milder, weniger rauchig und betont die Süße des Amaretto stärker. Ideal für alle, die es cremiger und weniger komplex mögen.
- French Connection — Tausche den Scotch Whisky gegen Cognac. Die fruchtigen und vanilligen Noten des Cognac harmonieren perfekt mit dem Amaretto und ergeben einen weicheren, aber aromatisch reichhaltigeren Drink.
- Godfather Flip — Gib 1 cl Sahne und ein halbes Eiweiß hinzu, schüttle alles ohne Eis (dry shake) und dann mit Eis. Der Drink wird cremiger und bekommt eine leichte Schaumkrone – ein völlig neues Mundgefühl bei gleicher Grundnote.
Häufige Fragen
Kann ich statt Blended Scotch Whisky auch Single Malt verwenden?
Ja, aber wähle einen milden, wenig getorften Single Malt wie einen Highland- oder Speyside-Whisky. Zu rauchige Sorten (z. B. Islay) überdecken die Mandelnote des Amaretto. Ein Blended Scotch Whisky ist hier oft die bessere Wahl, weil er ausgewogener ist.
Warum schmeckt mein Godfather zu süß?
Entweder du hast zu viel Amaretto verwendet oder der Likör ist von minderer Qualität. Gute Amaretti-Liköre sind ausgewogen süß, billige Varianten oft zu zuckerlastig. Probiere das Rezept mit 2 cl Amaretto statt 2,5 cl – oder wechsle zu einem hochwertigeren Produkt.
Kann ich den Drink auch shaken statt bauen?
Technisch ja, aber es ist nicht nötig. Der Godfather ist ein gebauter Drink, der von der langsamen Vermischung der Zutaten lebt. Wenn du ihn schüttelst, verdünnst du ihn zu stark und verlierst die klare Trennung der Aromen.



