Der Pink Lady ist ein zeitloser Klassiker, der Gin mit einer überraschend samtigen Textur verbindet. Ursprünglich in den 1920er-Jahren entstanden, vereint er die herb-würzige Note von London Dry Gin mit der Süße von Grenadine und der Cremigkeit von Eiweiß. Das Ergebnis ist ein Cocktail, der sowohl optisch als auch geschmacklich überzeugt – perfekt für alle, die es fruchtig, aber nicht zu süß mögen. Die rosa Farbe kommt nicht von Himbeeren oder Erdbeeren, sondern von Grenadine, die dem Drink eine dezente Säure und Tiefe verleiht.
Und das brauchst du für den Pink Lady
4 cl London Dry Gin
1,5 cl Grenadine
1,5 cl Zitronensaft
1 Eiweiß (frisch, ca. 30 ml)
1 Spritzer Orangensaft (optional, für Frische)
Darauf kommt es an
Das Eiweiß ist der Schlüssel – aber nicht so, wie viele denken. Viele schütteln es einfach mit den anderen Zutaten und Eis, doch dann bleibt die Textur oft flach. Der Trick: Das Eiweiß zuerst *trocken* aufschlagen, bis es richtig schaumig ist. Erst dann kommen die anderen Zutaten dazu. So entsteht ein dichter, seidiger Schaum, der sich wie eine Decke über den Drink legt. Ein weiterer Tipp: Verwende frische Eier und achte darauf, dass keine Dotterreste im Eiweiß sind – die können den Schaum zerstören. Und ja, das Risiko von rohem Ei ist minimal, wenn du frische, hochwertige Eier nimmst, aber für eine vegane Variante kannst du Aquafaba (Kichererbsenwasser) verwenden – das funktioniert erstaunlich gut.
Varianten
- Clover Club — Ersetze die Grenadine durch 1,5 cl Himbeersirup und füge 2 frische Himbeeren hinzu. Der Drink wird fruchtiger und weniger süß, behält aber die cremige Textur.
- White Lady — Lass die Grenadine weg und ersetze sie durch 1,5 cl Triple Sec. Der Cocktail wird klar, zitroniger und weniger fruchtig – ein echter Gin-Liebhaber-Drink.
- Pink Lady mit Apfelbrand — Ersetze die Hälfte des Gins durch 2 cl Calvados (Apfelbrand). Das gibt dem Drink eine warme, leicht malzige Note, die perfekt zur Süße der Grenadine passt.
Häufige Fragen
Kann ich den Pink Lady ohne Eiweiß machen?
Technisch ja, aber dann verlierst du die cremige Textur, die diesen Cocktail ausmacht. Ohne Eiweiß wird er flüssiger und weniger elegant. Falls du kein Ei verwenden möchtest, probiere Aquafaba (Kichererbsenwasser) – 30 ml ersetzen das Eiweiß fast perfekt. Der Geschmack bleibt ähnlich, nur die Farbe wird etwas blasser.
Warum wird mein Pink Lady nicht rosa genug?
Die Farbe kommt ausschließlich von der Grenadine – wenn dein Drink zu blass ist, hast du wahrscheinlich zu wenig davon verwendet oder die Grenadine war zu hell. Achte darauf, eine hochwertige Grenadine zu nehmen, die nicht zu stark verdünnt ist. Falls nötig, gib einen zusätzlichen Spritzer Grenadine nach dem Abseihen ins Glas.
Kann ich den Pink Lady mit anderem Gin machen?
London Dry Gin ist die klassische Wahl, weil er mit seiner würzigen Note die Süße der Grenadine ausbalanciert. Ein floraler Gin (z. B. mit Lavendel oder Rose) kann aber auch funktionieren – dann wird der Drink blumiger. Vermeide jedoch zu weiche Gins, die verlieren sich im Geschmack.
Wie lange hält sich der Pink Lady?
Am besten sofort trinken. Durch das Eiweiß beginnt der Schaum nach etwa 10–15 Minuten zusammenzufallen, und der Drink verliert seine cremige Konsistenz. Falls du ihn vorbereiten musst, schüttle ihn kurz vor dem Servieren noch einmal ohne Eis auf, um den Schaum zu reaktivieren.



