Death in the Gulf Stream ist ein trockener, spritziger Drink, den Ernest Hemingway in den 1930er-Jahren erfunden haben soll. Die Kombination aus London Dry Gin, frischem Limettensaft, Angostura Bitters und Champagner ergibt einen herben, erfrischenden Cocktail mit bitterer Note. Der Name spielt auf Hemingways Roman Islands in the Stream und seine Zeit in Key West an. Anders als viele Hemingway-Drinks ist dieser hier keine Legende, sondern tatsächlich in seinen Aufzeichnungen erwähnt.
Und das brauchst du für den Death in the Gulf Stream
4 cl London Dry Gin
1,5 cl frischer Limettensaft
3 Dashes Angostura Bitters
8 cl Champagner oder trockener Sekt
Darauf kommt es an
Der Drink lebt von der Balance zwischen der Bitterkeit des Angostura, der Säure der Limette und der Trockenheit des Champagners. Viele machen den Fehler, zu wenig Bitters zu nehmen — drei Dashes sind Pflicht, sonst fehlt die herbe Tiefe, die den Drink ausmacht. Der Gin sollte nicht zu blumig sein, ein klassischer London Dry mit Wacholder im Vordergrund passt am besten. Hemingway trank ihn angeblich am liebsten nach dem Angeln, wenn die Sonne schon tief stand und der Golfstrom vor Key West in diesem speziellen Blau leuchtete.
Varianten
- Death in the Afternoon — Hemingways bekannterer Champagner-Drink: Absinth statt Gin, ohne Limette und Bitters, nur mit Champagner aufgefüllt.
- French 75 — Gin, Zitronensaft, Zuckersirup und Champagner — süßer und zugänglicher als der Gulf Stream.
Häufige Fragen
Kann ich auch Prosecco statt Champagner nehmen?
Ja, ein trockener Prosecco oder Cava funktioniert. Wichtig ist, dass der Schaumwein wirklich trocken ist, sonst wird der Drink zu süß und verliert seine herbe Kante.
Warum heißt der Drink Death in the Gulf Stream?
Der Name bezieht sich auf den Golfstrom vor der Küste Floridas, wo Hemingway lebte und fischte. Der Tod im Titel passt zu Hemingways düsterer Romantik und seiner Vorliebe für dramatische Namen.
Ist der Drink wirklich von Hemingway?
Ja, das Rezept taucht in Hemingways persönlichen Notizen auf. Anders als bei vielen Hemingway-Drinks gibt es hier tatsächlich eine nachvollziehbare Quelle.
