Der Manhattan ist der Inbegriff des gerührten Whisky-Klassikers: kräftig, würzig und mit einer tiefen Süße, die durch den Vermouth Rosso entsteht. Ursprünglich für Rye Whiskey konzipiert, funktioniert er auch mit Bourbon oder Canadian Whisky – entscheidend ist die Balance zwischen der Spirituose und dem aromatischen Rotweinlikör. Serviert wird er eiskalt, mit einer Cocktailkirsche, die mehr als nur Deko ist: Ihr Saft rundet den letzten Schluck ab.
Und das brauchst du für den Manhattan – das Rezept
5 cl Rye Whiskey (oder Bourbon Whiskey)
2 cl Vermouth Rosso
2 Spritzer Angostura Bitter
1 Cocktailkirsche (Maraschino oder Luxardo)
Darauf kommt es an
Der Manhattan lebt von der Temperatur: Rühre ihn so lange, bis das Rührglas eiskalt ist, aber vermeide zu starkes Verdünnen. Die Eiswürfel sollten klar und groß sein – sie schmelzen langsamer und kühlen gleichmäßiger. Ein häufiger Fehler ist zu viel Vermouth: Er sollte den Whisky stützen, nicht dominieren. Probiere vor dem Abseihen einen Tropfen auf dem Handrücken – wenn er nach mehr Angostura schreit, gib einen weiteren Spritzer hinzu. Die Cocktailkirsche ist kein Accessoire: Ihr Sirup mildert die Schärfe des Whiskys im letzten Drittel des Glases und macht jeden Schluck harmonischer.
Varianten
- Black Manhattan — Ersetze den Vermouth Rosso durch 2 cl Averna oder Cynar. Die bittere Note des Amaro verleiht dem Drink eine dunkle, fast schokoladige Tiefe. Garnitur: Orangenzeste statt Kirsche.
- Perfect Manhattan — Teile den Vermouth auf: 1 cl Vermouth Rosso und 1 cl Vermouth Dry. Das Ergebnis ist trockener und komplexer, mit einer leichten Zitrusnote. Garnitur: Zitronenzeste.
- Rob Roy — Ersetze den Rye Whiskey durch 5 cl Blended Scotch Whisky. Der rauchige Charakter des Scotch passt perfekt zum Vermouth und Angostura. Garnitur: Cocktailkirsche.
Häufige Fragen
Warum wird der Manhattan gerührt und nicht geschüttelt?
Gerührt wird, um die Zutaten sanft zu vermengen, ohne Luft einzubringen oder das Eis zu stark zu zerkleinern. Das Ergebnis ist ein klarer, seidiger Drink mit minimaler Verdünnung. Geschüttelt würde ihn trüb und zu wässrig machen – ideal für Sours, aber nicht für diesen Klassiker.
Kann ich auch Canadian Whisky verwenden?
Ja, Canadian Whisky ist sogar die traditionelle Wahl für den Manhattan. Er ist leichter und süßer als Rye, was den Drink zugänglicher macht. Achte auf einen Whisky mit mindestens 40 % Vol., damit die Aromen nicht untergehen.
Muss die Cocktailkirsche wirklich ins Glas?
Streng genommen nein – aber sie gehört zum Ritual. Der Sirup der Kirsche rundet die Schärfe des Whiskys ab und gibt dem letzten Schluck eine süße Note. Ohne sie fehlt dem Drink eine Dimension. Verwende hochwertige Kirschen wie Luxardo, keine billigen Beutelware-Kirschen.
Wie erkenne ich einen guten Vermouth Rosso für den Manhattan?
Ein guter Vermouth Rosso hat eine kräftige Würze mit Noten von Vanille, Karamell und getrockneten Kräutern. Er sollte nicht zu süß sein – probiere ihn pur: Wenn er nach Hustensaft schmeckt, ist er ungeeignet. Italienische Marken wie Carpano Antica oder Cocchi di Torino sind sichere Wahlmöglichkeiten.



