Der Claridge ist ein trockener, aromatischer Cocktail aus den 1920er-Jahren, benannt nach dem Londoner Luxushotel. Die Kombination aus London Dry Gin, trockenem Vermouth, Cointreau und einem Schuss Apricot Brandy ergibt einen vielschichtigen Drink mit dezenter Fruchtigkeit. Gerührt, nicht geschüttelt, kommt die seidige Textur besonders gut zur Geltung. Ein Klassiker für alle, die es etwas komplexer mögen als einen Martini.
Und das brauchst du für den Claridge
3 cl London Dry Gin
3 cl trockener Vermouth
1,5 cl Cointreau
1,5 cl Apricot Brandy
Darauf kommt es an
Der Claridge lebt vom Gleichgewicht zwischen Gin und Vermouth — beide Spirituosen stehen gleichberechtigt nebeneinander, anders als beim Martini. Der Apricot Brandy darf nicht dominieren, sonst kippt der Drink ins Süße. Ich verwende einen hochwertigen Apricot Brandy, keinen billigen Likör, das macht den Unterschied. Beim Rühren zähle ich die Umdrehungen: etwa 30 bis 40 reichen, damit der Drink kalt wird, ohne zu verwässern. Die Cocktailschale sollte wirklich eiskalt sein, sonst verliert der Drink sofort an Spannung.
Varianten
- Claridge mit Zitronenzeste — Eine Zitronenzeste über dem Drink ausdrücken und ins Glas geben — bringt zusätzliche Frische.
- Claridge Dry — Apricot Brandy weglassen und stattdessen 1,5 cl mehr trockenen Vermouth verwenden — für Puristen.
Häufige Fragen
Welchen Vermouth verwende ich für den Claridge?
Ein trockener, französischer Vermouth funktioniert am besten. Er sollte nicht zu kräuterlastig sein, damit der Gin und der Apricot Brandy durchkommen.
Kann ich den Claridge auch mit anderem Orangenlikör machen?
Ja, aber Cointreau ist hier Standard. Triple Sec geht auch, sollte aber hochwertig sein — sonst wird der Drink zu süß und flach.
Warum wird der Claridge gerührt und nicht geschüttelt?
Weil alle Zutaten klar sind und keine Säfte enthalten. Rühren sorgt für eine seidige, glatte Textur ohne Luftbläschen.
