Barkeeper Wissen

Bargeschichte – Wo gibt es Jobs? – Was ist das?

Wer in der Bar arbeiten will, hat mehr Optionen als den klassischen Tresen in der Innenstadt. Die Gastronomie bietet Barkeeper-Jobs in Hotels, auf Schiffen, in Clubs, bei Events und in Restaurants. Jeder Bereich hat eigene Anforderungen, Arbeitszeiten und Verdienstmöglichkeiten. Wer seine erste Stelle sucht oder sich neu orientieren will, sollte wissen, wo welche Art von Bararbeit stattfindet.

Hotels und Resorts

Hotelbars sind klassische Arbeitgeber für Barkeeper. In großen Häusern gibt es oft mehrere Bars: Lobby-Bar, Rooftop-Bar, Pool-Bar. Die Arbeit ist meist ruhiger als in einer Cocktailbar, die Gäste sind Hotelgäste oder Geschäftsreisende. Dafür sind die Schichten planbar, oft im Zwei- oder Drei-Schicht-System. In Resorts und Ferienhotels arbeitet man saisonal, oft mit Unterkunft und Verpflegung. Die Bezahlung ist solide, aber selten spektakulär. Wer Routine und geregelte Arbeitszeiten schätzt, findet hier einen stabilen Einstieg. In internationalen Ketten kann man sich hocharbeiten oder in andere Häuser wechseln.

Cocktailbars und Clubs

Die klassische Cocktailbar ist der Ort, an dem man das Handwerk lernt und verfeinert. Hier zählt Geschwindigkeit, Technik und Gästekontakt. Die Schichten sind lang, oft bis drei oder vier Uhr morgens. Das Trinkgeld kann gut sein, vor allem in gut besuchten Bars. Clubs funktionieren ähnlich, aber mit noch mehr Stress und Lautstärke. Hier geht es weniger um komplexe Drinks, mehr um Tempo und Masse. Wer in der Cocktailbar arbeitet, baut sich ein Netzwerk auf, lernt von Kollegen und kann sich einen Namen machen. Der Job ist körperlich anstrengend, aber für viele der Kern der Barkultur.

Events und Catering

Event-Barkeeper arbeiten auf Hochzeiten, Firmenfeiern, Messen oder Festivals. Die Arbeit ist projektbasiert, oft über Agenturen oder als Freelancer. Man baut mobile Bars auf, arbeitet ein paar Stunden und baut wieder ab. Die Bezahlung ist meist stundenweise, das Trinkgeld variiert stark. Events sind abwechslungsreich, aber auch unberechenbar: Mal steht man in einer Messehalle, mal auf einem Weingut. Wer flexibel ist und nicht jeden Tag arbeiten will, findet hier eine Option. Allerdings fehlt die Kontinuität, und man muss sich selbst um Aufträge kümmern. Für Studenten oder als Nebenjob funktioniert das gut.

Kreuzfahrtschiffe und Fluggesellschaften

Kreuzfahrtschiffe beschäftigen Hunderte Barkeeper. Die Verträge laufen meist über mehrere Monate, man lebt an Bord und arbeitet jeden Tag. Die Bezahlung ist steuerfrei, Unterkunft und Essen sind inklusive. Dafür ist man wochenlang von zu Hause weg und arbeitet in einem engen, hierarchischen System. Die Arbeit selbst ist oft Routine: Standarddrinks für Touristen. Fluggesellschaften suchen Barkeeper für First-Class-Lounges an Flughäfen. Hier ist die Arbeit ruhiger, die Gäste gehobener, die Arbeitszeiten aber auch früh morgens oder spät nachts. Beide Bereiche sind nichts für jeden, aber für manche eine Möglichkeit, die Welt zu sehen und Geld zu sparen.

Restaurants und gehobene Gastronomie

Viele Restaurants haben eine Bar, auch wenn sie nicht im Mittelpunkt steht. Hier mixt man Drinks zur Speisebegleitung, bereitet Aperitifs vor und kümmert sich um die Weinkarte. Die Arbeit ist weniger hektisch als in einer reinen Bar, dafür braucht man Wissen über Wein, Spirituosen und Pairings. In Sternerestaurants ist die Bar oft Teil eines größeren Konzepts, mit eigenen Signaturdrinks und hoher Qualität. Die Bezahlung ist meist besser als in einfachen Restaurants, die Arbeitszeiten sind serviceorientiert. Wer sich für Kulinarik interessiert und nicht nur hinter der Bar stehen will, findet hier eine Nische.

Häufige Irrtümer

Viele denken, man könne nur in einer Bar arbeiten, wenn man schon Erfahrung hat. Tatsächlich stellen viele Hotels und Event-Agenturen Quereinsteiger ein und bilden sie ein. Ein anderer Irrtum: Barkeeper verdienen ihr Geld nur mit Trinkgeld. In Deutschland gibt es meist einen Festlohn, das Trinkgeld ist ein Plus, aber nicht die Basis. Und: Nicht jede Bar ist gleich. Wer in einer ruhigen Hotelbar arbeitet, hat einen anderen Alltag als jemand in einem Club um Mitternacht. Die Frage ist nicht, ob es Jobs gibt, sondern welcher Job zu einem passt.

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Häufige Fragen

Brauche ich eine Ausbildung, um als Barkeeper zu arbeiten?

Nein, in Deutschland ist Barkeeper kein geschützter Beruf. Viele lernen on the job oder machen einen Barkeeperkurs. Hotels und gehobene Bars bevorzugen aber Bewerber mit Erfahrung oder einer Ausbildung in der Gastronomie.

Wo verdient man als Barkeeper am besten?

Das hängt vom Standort und der Art der Bar ab. In gut besuchten Cocktailbars in Großstädten ist das Trinkgeld oft hoch. Auf Kreuzfahrtschiffen ist das Gehalt steuerfrei. In Hotels ist die Bezahlung stabil, aber selten Spitze.

Kann man als Barkeeper auch tagsüber arbeiten?

Ja, in Hotels, Cafés mit Bar oder bei Events gibt es auch Tagschichten. Restaurants brauchen Barkeeper für den Lunch-Service. Wer nicht nachts arbeiten will, findet Optionen, muss aber gezielt suchen.

Wie finde ich meinen ersten Job als Barkeeper?

Bewirb dich direkt in Bars, Hotels oder bei Event-Agenturen. Viele Stellen werden nicht ausgeschrieben, sondern über Netzwerke vergeben. Ein Barkeeperkurs hilft beim Einstieg und bringt erste Kontakte.

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