Ein Drink, der nach Kloster und Rauch schmeckt – Benediktiner, ein französischer Kräuterlikör mit 27 Pflanzen, trifft auf Whisky und wird mit spritzigem Ginger Ale aufgehellt. Die Kombination wirkt erst herb, dann süß, dann wieder frisch. Perfekt für alle, die Whisky pur zu intensiv finden, aber trotzdem Tiefe wollen. Kein Cocktail für Anfänger, aber einer, der zeigt, wie Likör eine Spirituose aufwertet, ohne sie zu erdrücken.
Und das brauchst du für den oh! Henry!
2 cl Benediktiner (Kräuterlikör)
2 cl Blended Scotch Whisky
Ginger Ale (nach Geschmack, ca. 10–12 cl)
3–4 Eiswürfel
Darauf kommt es an
Der Trick liegt im Eis: Verwende große, klare Würfel, die langsam schmelzen. So bleibt der Drink länger konzentriert, und die Aromen des Benediktiners – vor allem die Noten von Honig, Zimt und Angelikawurzel – kommen besser zur Geltung. Wer es noch kräftiger mag, kann den Whisky-Anteil auf 3 cl erhöhen, aber dann wird der Drink schnell zu dominant. Wichtig: Ginger Ale erst zum Schluss hinzufügen, sonst verliert es seine Kohlensäure und wirkt flach.
Varianten
- oh! Henry! mit Rye Whiskey — Ersetze den Blended Scotch Whisky durch 2 cl Rye Whiskey. Der Drink wird würziger und trockener, mit einer leichten Pfeffernote. Passt gut zu dunklerem Benediktiner oder einer Prise Zimtstange als Garnitur.
- oh! Henry! mit Bourbon Whiskey — Bourbon Whiskey (2 cl) macht den Drink süßer und vanilliger. Ideal, wenn der Benediktiner zu herb wirkt. Mit einer Orangenscheibe garnieren, um die Fruchtnoten zu betonen.
- oh! Henry! mit Ingwersirup — Statt Ginger Ale 2 cl Ingwersirup und Sodawasser verwenden. Der Drink wird intensiver im Geschmack, aber weniger spritzig. Mit einer Limettenscheibe servieren.
Häufige Fragen
Kann ich statt Benediktiner einen anderen Kräuterlikör nehmen?
Ja, aber der Geschmack ändert sich stark. Chartreuse (grün) macht den Drink herb-würzig, Drambuie bringt mehr Honig und Gewürze. Benediktiner ist die klassische Wahl, weil er eine ausgewogene Süße und Kräutertiefe hat.
Warum schmeckt mein oh! Henry! so flach?
Wahrscheinlich wurde das Ginger Ale zu früh oder zu stark eingerührt. Die Kohlensäure verfliegt schnell. Gib es erst zum Schluss hinzu und rühre nur einmal kurz um. Verwende außerdem kaltes Ginger Ale direkt aus dem Kühlschrank.
Kann ich den Drink ohne Eis servieren?
Nein. Das Eis ist essenziell, um die Aromen zu verbinden und den Drink auf Trinktemperatur zu bringen. Ohne Eis wirkt er zu stark und unausgewogen.


