Anleitung

Cocktails für eine Hochzeit berechnen – so geht’s hinter der Bar

Wer selbst Cocktails für eine Hochzeit mischt, steht vor der Frage: Wie viel brauche ich wirklich? Diese Anleitung zeigt dir, wie du die Mengen für Alkohol, Eis und alkoholfreie Alternativen präzise kalkulierst – ohne am Ende mit leeren Flaschen oder überfüllten Kühlboxen dazustehen. Du lernst, wie du die Trinkgewohnheiten der Gäste einschätzt, den Zeitplan einhältst und typische Fallstricke vermeidest.

Gästezahl und Trinkverhalten einschätzen

Bevor du mit der Kalkulation beginnst, musst du wissen, wie viele Gäste kommen und wie viel sie trinken werden. Pro Person kannst du mit 2–3 Cocktails rechnen, wobei ein Standard-Cocktail etwa 150 ml fasst. Bei einer Feier mit 100 Gästen sind das also 20–30 Liter Gesamtvolumen. Alkoholfreie Optionen sollten mindestens 30–40 % ausmachen – besonders, wenn auch Kinder oder nicht-trinkende Gäste dabei sind. Notiere dir diese Zahlen, denn sie sind die Grundlage für alle weiteren Berechnungen.

Alkohol- und Saftmengen berechnen

Ein klassischer Cocktail besteht etwa zur Hälfte aus Spirituosen, der Rest sind Säfte, Sirups oder andere Zutaten. Bei 250 Cocktails (à 150 ml) benötigst du rund 15–19 Liter Spirituosen und 15–20 Liter Säfte oder Mixer. Kaufe immer 10–15 % mehr ein, um Nachschub zu haben. Für alkoholfreie Varianten ersetze die Spirituosen durch Säfte, Tonic oder andere Zutaten – die Mengen bleiben ähnlich. Achte darauf, dass du genug Flaschenöffner, Messbecher und Rührstäbe griffbereit hast.

  1. Gästezahl und Trinkverhalten notieren (2–3 Cocktails pro Gast).
  2. Alkohol- und Saftmengen basierend auf der Gesamtzahl berechnen.
  3. 10–15 % Puffer einplanen, um Engpässe zu vermeiden.

Eis und Zeitplanung meistern

Eis ist ein oft unterschätzter Faktor – pro Cocktail brauchst du etwa 100–150 g. Bei 250 Cocktails sind das 25–38 kg Eis. Plane zwei Kühlboxen ein: eine für frisches Eis, eine für gebrauchtes (z. B. zum Vorkühlen der Gläser). Stelle sicher, dass du genug Eiswürfelbereiter oder Beutel mit Crushed Ice hast. Die Zeitplanung ist ebenso wichtig: Pro Cocktail solltest du nicht länger als 2–3 Minuten brauchen. Halte die Arbeitsabläufe einfach und bereite die Stationen vor der Feier vor – eine für Alkohol-Cocktails, eine für alkoholfreie.

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

Ein klassischer Fehler ist, zu viel Alkohol und zu wenig Eis einzukaufen. Viele unterschätzen auch den Zeitaufwand, besonders wenn Gäste spezielle Wünsche äußern. Biete nicht zu viele verschiedene Cocktails an – drei bis vier Klassiker reichen völlig aus. Beginne rechtzeitig mit den Vorbereitungen: Gläser vorkühlen, Eis bereithalten und Zutaten portionieren. So vermeidest du Stress und kannst dich auf das Wesentliche konzentrieren.

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Häufige Fragen

Wie viel Eis brauche ich wirklich?

Pro Cocktail (150 ml) benötigst du etwa 100–150 g Eis. Bei 100 Gästen und 2–3 Cocktails pro Person sind das 20–45 kg Eis. Plane zwei Kühlboxen ein: eine für frisches Eis, eine für gebrauchtes (z. B. zum Vorkühlen der Gläser).

Sollte ich mehr alkoholfreie Cocktails anbieten?

Ja, alkoholfreie Optionen sollten mindestens 30–40 % des Gesamtvolumens ausmachen. Besonders bei gemischten Gruppen oder wenn Kinder anwesend sind, ist das wichtig. Ersetze einfach die Spirituosen durch Säfte, Tonic oder andere Mixer – die Mengen bleiben ähnlich.

Wie vermeide ich Engpässe bei den Zutaten?

Kaufe immer 10–15 % mehr ein, als du berechnet hast. So hast du einen Puffer für unerwarteten Mehrbedarf. Halte auch genug Flaschenöffner, Messbecher und Rührstäbe bereit, um Verzögerungen zu vermeiden.

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