Der Pornstar Martini ist kein Martini im klassischen Sinn, sondern ein geschüttelter Sour mit Wodka, Vanille und Passionsfrucht. Sein Markenzeichen: die Kombination aus cremiger Süße und spritziger Säure, serviert mit einem Schuss Prosecco als Begleiter. Ursprünglich für die Bühne gedacht, hat er sich als fester Bestandteil der modernen Bar-Kultur etabliert. Das Rezept lebt von der Balance zwischen Frucht, Säure und Alkohol – und einem kleinen Trick bei der Garnitur.
Und das brauchst du für den Pornstar Martini
5 cl Wodka
2 cl Passionsfruchtpüree (frisch oder hochwertig pasteurisiert)
2 cl Vanillesirup (hausgemacht oder 1:1 Zucker-Vanille-Extrakt)
1 cl Limettensaft (frisch gepresst)
1 cl Zitronensaft (frisch gepresst)
1 cl Zuckerlösung (1:1, optional für mehr Süße)
2 cl Prosecco (separat serviert, eiskalt)
Darauf kommt es an
Der Vanillesirup ist das Herzstück: Verwende echte Vanilleschoten oder ein hochwertiges Extrakt, kein künstliches Aroma. Die Passionsfrucht sollte nicht zu süß sein – frisches Püree oder ein pasteurisiertes Produkt mit hohem Fruchtanteil (mindestens 90%) funktioniert am besten. Der Trick mit dem separaten Prosecco? Er verhindert, dass die Kohlensäure die Textur des Cocktails zerstört. Serviere ihn in einem kleinen Glas, das der Gast selbst hinzugießt – das gibt dem Drink eine spielerische Note und erhält die Perlage. Achte darauf, dass der Prosecco wirklich eiskalt ist (mindestens 2 Stunden im Kühlschrank), sonst schmeckt er flach.
Varianten
- Pornstar Espresso Martini — Ersetze 1 cl Wodka durch 1 cl kaltgebrühten Espresso und reduziere den Vanillesirup auf 1 cl. Schütteln wie im Original, aber mit einem zusätzlichen Eiswürfel, um die Temperatur zu halten. Garnitur: drei Kaffeebohnen auf dem Schaum.
- Tropical Pornstar — Füge 1 cl Mangopüree hinzu und ersetze den Prosecco durch 2 cl Ananassaft, der separat serviert wird. Der Drink wird fruchtiger, verliert aber etwas von der ursprünglichen Eleganz.
Häufige Fragen
Warum heißt der Cocktail Pornstar Martini?
Der Name bezieht sich auf die Kombination aus zwei Gläsern – ein klassisches Martini-Glas für den Cocktail und ein kleines Shotglas für den Prosecco. Die doppelte Servierweise soll an die ‚zweite Hälfte‘ erinnern, ähnlich wie bei einem Pornstar, der nach dem ersten Akt noch eine Zugabe liefert. Der Name ist provokant, aber in der Bar-Welt längst etabliert.
Kann ich den Prosecco weglassen?
Technisch ja, aber dann ist es kein Pornstar Martini mehr. Der Prosecco gibt dem Drink eine spritzige Frische und rundet die Süße ab. Ohne ihn schmeckt der Cocktail flacher und weniger ausbalanciert. Falls kein Prosecco verfügbar ist, eignet sich auch ein trockener Sekt oder Crémant.
Wie wichtig ist die Temperatur?
Sehr wichtig. Der Drink muss eiskalt serviert werden, sonst wirkt er zu süß oder alkoholisch. Kühle das Glas vor, schüttle den Cocktail lange genug (bis der Shaker außen beschlägt) und serviere den Prosecco separat in einem vorgekühlten Glas. Ein warmer Pornstar Martini ist ein schlechter Pornstar Martini.
Kann ich Vanillezucker statt Vanillesirup verwenden?
Nein. Vanillezucker ist zu trocken und löst sich nicht vollständig auf. Verwende stattdessen einen flüssigen Vanillesirup oder stelle selbst einen her: 100 g Zucker mit 100 ml Wasser und einer aufgeschlitzten Vanilleschote 10 Minuten köcheln lassen, dann abseihen.



