Ein Drink, der seinen Namen verdient: herb, stark und unerwartet leichtfüßig. Der Death in the Afternoon kombiniert die betörende Würze von Absinth mit der spritzigen Frische von Champagner. Kein Cocktail für Zauderer – hier trifft bittere Kräuternote auf perlend-säuerliche Eleganz. Ursprünglich als literarische Hommage gedacht, ist er heute ein Klassiker für alle, die es herb und festlich mögen. Kein Schnickschnack, nur Absinth, Champagner und eine Prise Zitrus – mehr braucht es nicht, um einen Nachmittag unvergesslich zu machen.
Und das brauchst du für den Death in the Afternoon
3 cl Absinth
12 cl trockener Champagner (gut gekühlt)
1 Spritzer Zitronenschale (optional, für Aroma)
Darauf kommt es an
Der Trick liegt im Absinth: Verwende eine hochwertige, nicht zu süße Sorte mit deutlicher Wermutnote. Billiger Absinth schmeckt oft nach Lakritzbonbons und zerstört das Gleichgewicht. Gieße den Champagner *langsam* ein – zu viel Bewegung lässt die Kohlensäure entweichen, und der Drink wird flach. Serviere den Kelch vorgekühlt, damit die Temperatur nicht die Aromen überlagert. Wer es noch trockener mag, kann einen Spritzer Zitronensaft hinzufügen, aber Vorsicht: Zu viel Säure macht den Drink aggressiv. Ein Death in the Afternoon soll herb sein, nicht sauer.
Varianten
- Death in the Morning — Ersetze den Champagner durch 12 cl gekühlten trockenen Weißwein (z. B. Sauvignon Blanc) für eine weniger spritzige, aber ebenso würzige Variante. Ideal für Frühstücksmuffel mit Hang zu herbem Start.
- Death by Sunrise — Füge 1 cl frisch gepressten Grapefruitsaft hinzu und reduziere den Champagner auf 10 cl. Das Ergebnis ist fruchtiger und weniger trocken, aber immer noch mit dem charakteristischen Absinth-Biss.
Häufige Fragen
Kann ich statt Champagner Prosecco nehmen?
Theoretisch ja, aber Prosecco ist oft zu süß und zu wenig säurebetont. Der Death in the Afternoon lebt vom Kontrast zwischen herbem Absinth und trocken-spritzigem Champagner. Ein brutaler, mineralischer Champagner (z. B. ein Blanc de Blancs) funktioniert am besten. Prosecco macht den Drink plump.
Warum heißt der Cocktail so?
Der Name stammt aus einem Zitat von Ernest Hemingway, der den Drink in den 1930ern populär machte. Er schrieb: *‚Death in the Afternoon‘ sollte man langsam trinken, aber nicht zu langsam, denn dann stirbt man vor Langeweile.* Der Cocktail ist eine Hommage an die düstere Eleganz seiner Literatur – herb, unnachgiebig und mit einem Hauch von Dekadenz.
Kann ich den Absinth weglassen?
Nein. Ohne Absinth ist es einfach nur Champagner. Der Absinth ist das Herz des Drinks – seine Würze und Bitterkeit machen den Death in the Afternoon aus. Wer den Geschmack nicht mag, sollte lieber einen anderen Cocktail wählen.



