Cocktail Rezept

Chlebny Kwas Rezept

Methode
gebaut
Glas
Krug oder großes Gefäß
Eis
ohne Eis
Zubereitungszeit
10080 Minuten
Portionen
3000

Chlebny Kwas ist ein leicht alkoholisches Erfrischungsgetränk aus fermentiertem Roggenbrot, das in Russland und Osteuropa seit Jahrhunderten getrunken wird. Durch natürliche Hefegärung entsteht ein säuerlich-malziger Geschmack mit einem Alkoholgehalt von etwa 0,5 bis 1,5 Prozent. Anders als Bier wird Kwas nicht aus Malz, sondern direkt aus geröstetem Brot hergestellt. Das Getränk ist erfrischend, leicht kohlensäurehaltig und wird traditionell im Sommer aus großen Fässern auf der Straße verkauft.

Und das brauchst du für den Chlebny Kwas

300 g Roggenbrot (dunkel, am besten altbacken)

3 Liter Wasser

150 g Zucker

10 g frische Hefe

30 g Rosinen

Darauf kommt es an

Die Röstung des Brots ist entscheidend für Farbe und Geschmack: Je dunkler das Brot geröstet wird, desto malziger und bitterer wird der Kwas. Viele Barkeeper nutzen eine Mischung aus stark und leicht geröstetem Brot für mehr Komplexität. Die Rosinen dienen nicht nur als Geschmacksträger, sondern bringen zusätzliche Wildhefen mit, die die Fermentation unterstützen. Wichtig: Sobald der Kwas in Flaschen ist, muss er kühl gelagert werden, sonst steigt der Druck durch die Nachgärung zu stark an.

Varianten

  • Weißer Kwas — Mit Weizenbrot statt Roggenbrot zubereitet, ergibt einen helleren, milderen Kwas mit weniger Säure.
  • Kwas mit Minze — Frische Minzblätter während der Fermentation zugeben für eine erfrischende Kräuternote.
  • Rote-Bete-Kwas — Traditionelle Variante mit fermentierter Roter Bete statt Brot, ergibt ein herzhaftes, erdiges Getränk.

Häufige Fragen

Wie lange ist selbstgemachter Kwas haltbar?

Im Kühlschrank hält sich Kwas etwa 3 bis 5 Tage. Danach wird er zunehmend saurer und kann überfermentieren. Am besten schmeckt er in den ersten zwei Tagen nach der Fermentation.

Kann ich Trockenhefe statt frischer Hefe verwenden?

Ja, 5 g Trockenhefe entsprechen etwa 10 g frischer Hefe. Manche lassen die Hefe auch ganz weg und verlassen sich nur auf die Wildhefen der Rosinen, dann dauert die Fermentation aber länger.

Warum wird mein Kwas nicht prickelnd?

Entweder war die Fermentationstemperatur zu niedrig oder die Hefe war nicht mehr aktiv. Der Ansatz sollte mindestens 20 Grad haben. Auch zu wenig Zucker kann die Kohlensäurebildung bremsen.

Zubereitung

  1. 300 g Roggenbrot in Scheiben schneiden und im Ofen bei 180 Grad etwa 15 Minuten rösten, bis es dunkel und knusprig ist.
  2. Das geröstete Brot in einen großen Krug oder Topf geben und mit 3 Litern kochendem Wasser übergießen.
  3. Abgedeckt etwa 8 Stunden bei Raumtemperatur ziehen lassen, bis die Flüssigkeit auf Handwärme abgekühlt ist.
  4. Die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder Tuch abseihen und das Brot gut ausdrücken.
  5. 150 g Zucker in der abgeseihten Flüssigkeit auflösen.
  6. 10 g frische Hefe in etwas lauwarmer Flüssigkeit auflösen und zur Brotbrühe geben.
  7. 30 g Rosinen hinzufügen und alles gut verrühren.
  8. Den Ansatz abgedeckt bei Raumtemperatur 12 bis 24 Stunden fermentieren lassen, bis sich Schaum bildet und das Getränk leicht prickelt.
  9. Den fertigen Kwas durch ein Sieb in Flaschen füllen und im Kühlschrank lagern. Vor dem Servieren gut schütteln.

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